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Das so liebliche Friauler
Hügelland, das von Gemona und
San Daniele fast bis nach Udine
reicht, war in den Jahrhunderten
aber auch ein von Erdbeben
heimgesuchtes Land: vor allem zu
erwähnen die schweren
Beben von 1348
(wurde auch vom
Florentiner Historiker
Filippo Villani
beschrieben),
1511 (als auch
Udine schwer
beschädigt
wurde) und vor
allem von 1976, dessen
Erinnerung noch
überaus lebendig ist.
Aber jedes Mal sind die
zerstörten Orte neu
erstanden, noch schöner
als zuvor, und Häuser und
historische Gebäude, vor allem die
symbolhaften Monumente wurden
wiederaufgebaut. So war es auch bei dem
letzten der Fall, wie man sofort feststellen kann,
zum Beispiel bei einem Besuch des
mittelalterlichen Venzone, das früher von
mächtigen Festungsmauern umschlossen war,
oder von Gemona del Friuli, das im 14. Jh. im
Friauler Parlament den dritten Platz einnahm
und mit fast dreitausend Einwohnern zu den
bedeutenden Städten des Patriarchats von
Aquileia gehörte. Ein Beweis ist der herrliche
Dom, das große, 1290 errichtete Gebäude mit
einer Rosette wie zarte Spitze und einer
riesigen Christophorus-Statue. Von
geschichtsträchtigen Momenten im Friauler
Hügelland zeugen das effektvolle Schloss von
Colloredo di Monte Albano,
in dem Ippolito Nievo
einen großen Teil seines
Romans, Bekenntnisse
eines Achtzigjährigen,
geschrieben hatte; die
Festung von Osoppo, die oft
Schauplatz heroischer
Kämpfe zur Verteidigung
der Ideale von Freiheit und
Gerechtigkeit war, sowohl in
den Unabhängigkeitskämpfen
von 1848 als auch im
Zweiten Weltkrieg; die
Bibliothek Guarneriana
in S. Daniele del
Friuli, in der ein
großer Schatz an
Handschriften mit
herrlichen
Miniaturmalereien aufbewahrt ist, die erste
öffentliche Bibliothek in Friaul (1466) und
unter den ersten in Italien; die faszinierenden
Schlösser von Villalta und Cassacco; die
Höhlen von Villanova, ein natürliches
Phänomen von atemberaubender Schönheit.
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