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Die Umgebung von Pordenone besteht
aus der hügeligen Landschaft vor dem
Gebirge, dem Grünland der
unterirdischen Quellen von Polcenigo,
dem ausgedehnten Agrarland der Ebene
und den Tonböden der
Ortschaften im Süden.
Ein Territorium,
das in der
geografischen,
historisch-kulturellen und
wirtschaftlichen
Entwicklung durch seine
Wasserläufe geprägt ist
(Livenza am westlichen
Rand, Noncello und
Meduna weiter östlich),
die immer schon eher
Kommunikationswege als
Barrieren waren. Ihnen
verdankt man auch die
römische Ansiedlung am äußersten Punkt, bis
zu dem die Schifffahrt von der Adria
flussaufwärts möglich war, aus der sich das heutige
Pordenone entwickelt hat; daher ist dieses Land -
mehr noch als die übrige Provinz - zu einem 'Land
der Mitte' zwischen Venetien und Friaul geworden,
die sich in der Sprache vermischen und sowohl in
der Tradition des Volkes als auch der höheren
Klassen verflechten. Die zweite Hälfte des 20. Jh.
brachte der Stadt und ihrer Umgebung
tiefe Veränderungen: in der Nachkriegszeit
mussten die traditionellen Wirtschaftsbereiche
(Landwirtschaft und Gewerbe) zunehmend der
Industrie weichen; führende Produzenten für
elektrische Haushaltsgeräte wuchsen gemeinsam mit
dem 'Möbelbezirk'; Pordenone
nahm plötzlich die
Dimension einer modernen
Stadt an (manchmal zu
Lasten früherer ästhetischer
Harmonie und Lebensqualität),
sodass neben Cordenons auch
Roveredo und Porcia in das
wachsende Gebilde einverleibt
wurden. Wenn man in diesem
hoch industrialisierten Gebiet,
dessen Hauptverkehrsadern von
Werkshallen in dichter Reihe
gesäumt sind, noch nicht
das Gefühl hat, sich in
einem geschichtslosen
Megaraum zu
bewegen, ist das
Verdienst dafür den
künstlerischen Zeugen zuzuschreiben, die wir dem
Besucher näher bringen möchten, und wenn es auch
nur ein Kirchlein ist, das verloren in einem Meer
von Sojapflanzen steht oder Gefahr läuft, vom sich
ausbreitenden Beton verschlungen zu werden.
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