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Einer jahrhundertealten Geschichte,
Kultur und Kunst rühmt sich das Gebiet,
das von Moggio bis Tarvis reicht und dem
Tal des Fella und dessen Nebenflüssen und
dem der Gailitz folgt, die erst durch Tarvis,
danach in die Gail und
am Ende ins
Schwarze Meer
fließt.
Ein Land, das schon die
Römer kannten, die dort
eine Handelsstraße nach
Norden bauten und
wichtige Spuren ihrer
Anwesenheit in Pontebba,
Camporosso und Tarvis
hinterließen. Pontebba
lag viele Jahrhunderte
lang an der Grenze zwischen
Venedig und Österreich: Auf
der einen Seite lebte eine Bevölkerung mit
italienischer Kultur und Sprache, auf der
anderen Seite eine mit deutscher und slawischer Kultur
und Sprache. Auch heute besteht diese Mehrsprachigkeit
noch fort (man füge ruhig auch die alte slawische
Mundart hinzu, die in der Val di Resia gesprochen wird),
so dass heute in Tarvis im Alltag Italienisch, Friaulisch,
Deutsch und Slowenisch gesprochen werden. Es
überrascht somit nicht, dass in Pontebba zwei
künstlerische Meisterwerke wie der großartige
Flügelaltar aus dem Jahr 1517, der von einer Villacher
Werkstatt geschnitzt, bemalt und reich vergoldet wurde,
und ein Altarbild aus dem Jahr 1616 von Palma dem
Jüngeren, einem schaffensfreudigen venezianischen
Maler zwischen dem 16. und dem 17.
Jahrhundert, erhalten sind.
Oder dass in der kleinen
Kirche von Coccau Fresken aus
dem 14. Jahrhundert erhalten
sind, die von einem österreichischen
Meister stammen, dessen Werk sich
an Giotto und dessen Fresken in
Padua anlehnt. Die uralte Abtei
San Gallo in Moggio, einem
kulturellen Zentrum im Mittelalter,
und die Wallfahrtskirche des Monte
Lussari (Maria Luschari, Svete
Visarje), die von Slowenen,
Kärntnern und Friaulern
verehrt wird, sind wie
viele andere
Gotteshäuser Zeugnisse
der Religiosität der einheimischen Bevölkerung.
Momente der Religiosität erlebt man auch im
Kontakt mit der Natur, die in dem erhabenen
Gebirge, in der üppigen Vegetation der Wälder und in
den zauberhaften Seen und klaren Gewässern der
Gebirgsbäche ihren höchsten Ausdruck findet.
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