| Gemeinde Codroipo
|
|
14,408 Einw.
Fl. 74,60 qkm - 43 m ü.d.M.
Orstchaften: Beano, Biauzzo, Goricizza, Iutizzo,
Lonca, Muscletto, Passariano, Pozzo, Rividischia,
Rivolto, SanMartin o, SanPietro, Zompicchia
Gemeindeamt: P. Garibaldi, 81 - 33033 Codroipo
Telephon: 0432.906534 Fax: 0432.908492
www.comune.codroipo.ud.it
|
|
| Villa Manin - Passariano
|
|
Villa Manin in Passariano, die prunkvolle
Residenz des letzten Dogen von Venedig,
ist vor allem deshalb berühmt, weil in ihren
Räumen 1797 der als Frieden von
Campoformido bekannte Vertrag zwischen
Napoleon und Österreich unterzeichnet
wurde, der nicht nur einen langen, blutigen
Krieg beendete, sondern auch das Ende der
glanzvollen Republik Venedig besiegelte und
eine Veränderung der Grenzen und Geschicke
der Völker in einem großen Teil Europas
herbeiführte. Ein erster
Baukomplex geht auf das
16. Jh. zurück, als
Antonio Manin in
den Besitz der Vogtei
von Sedegliano gelangte und
in Passariano auf einem früheren
Gebäude (das der linken Barchessa
einverleibt wurde) ein Herrenhaus errichten
ließ. Durch seinen Enkel Ludovico erfuhr es
im nächsten Jahrhundert eine grundlegende
Umgestaltung, bei der die Regeln Palladios
beherzigt wurden, dem es gelang, seine
klassizistischen Architekturen für den Menschen
zugänglich und lebenswert zu machen und
eine lichtvolle Harmonie zur Natur herzustellen.
Vermutlich ließ sich Manin von Baldassarre
Longhena oder Giuseppe Sardi beraten, dem
Onkel des Architekten Domenico Rossi, von dem
die Anlage Anfang des 18. Jh. ihre endgültige,
geniale Form und eine ganz neue, lebhafte
Gliederung erhalten sollte. Er hatte auch die
Idee, den Herrschaftstrakt und die Barchessen
durch effektvolle Kulissen mit Portalen und
Nischen zu überhöhen. Beherrschendes Element
der grandiosen
Anlage ist das
|
 |
dreigeschossige Herrenhaus mit
aufgesetztem, zentralem Tympanon, dessen
Fassade durch Halbsäulen zur Stütze der
schönen Galerie, vorspringende Hauptgesimse
und steinerne Profile luftig aufgelockert wird.
Ein breiter Treppenaufgang führt aus dem
Haupthof zum dreigeschossigen Salon. Der
Haupthof wird vorne durch eine niedrige
Mauer abgeschlossen, in die ein elegantes Tor
aus Schmiedeeisen und Bronze eingesetzt ist.
Die rückwärtige Front der Villa blickt auf einen
weitläufigen Park im französischen Stil, mit
ausgedehnten Rasenflächen und mächtigen
|
|
Bäumen, der durch zahlreiche Statuen und Brunnen
belebt wird, die
nach der damaligen
Mode in einer imaginären,
ländlichen Idylle nicht fehlen durften.
Außen an der östlichen Barchessa entstand
eine Kapelle mit achteckigem Grundriss, die in
der ersten Hälfte des 18. Jh., vermutlich
ebenfalls von Domenico Rossi, errichtet wurde:
sie ist ein Beispiel dafür, wie durch perfekte
Integration von Architektur, plastischer Kunst
und Malerei ein harmonisches Ganzes entstehen
kann. Villa Manin ist nicht nur architektonisch
bedeutsam, sondern auch wegen ihrer
zahlreichen Kunstschätze. In einem westlichen
Saal wurde 1708 vom Pariser Maler Ludovico
Dorigny die Decke mit Fresken geschmückt; im
zentralen Rundbild, Triumph des Frühlings, in
den vier kleineren Ovalbildern, die es umgeben,
Allegorien der Liebe, des Ruhmes, des
Reichtums, des Überflusses. An den Wänden,
einfarbig auf goldenem Grund, Szenen mit
Apollo und Mars, Venus und Bacchus, Urteil des
Paris, Pan und Syrinx zwischen allegorischen
Figuren. In der Kapelle Manin, Gemälde von
Francesco Fontebasso (Szenen aus dem Leben
Adams und Evas) und Marmorverzierung von
Giuseppe Torretti, dem größten venezianischen
Bildhauer des Settecento, von dem der rechte
(Wunder des hl. Antonius) und der linke Altar
(Tod des hl. Josef) stammen und eine
|
|
harmonische Synthese von Linie und
Volumen verwirklichen. Der Hochaltar,
mit einer Madonna mit Kind
und den
Hll. Ludwig und
Andreas, vielleicht aus der
Werkstatt der Bildhauer Marinali, verrät sichere
Beherrschung der Materie und klare,
klassizistische Formen; von Torretti der
effektvolle Tempelvorhang. In der
prächtigen Sakristei ebenfalls von
diesem Künstler ein Kruzifix, eine Madonna
mit Kind und zwei Tafelbilder - eine
Unbefleckte Empfängnis und eine
Schmerzensreiche Muttergottes. Villa
Manin ist heute ein erlesener
Rahmen für große
Kunstveranstaltungen;
sie enthält unter
anderem eine
Sammlung
historischer Kutschen,
ein wertvolles Waffenmuseum, besondere
Möbelstücke (Napoleon-Zimmer) und
Gemälde: alle Ausstellungsobjekte gehören
zum Besitz der städtischen
Museen von Udine.
|
 |
|
|
|
|
|
|
| VON UDINE ZUM TAGLIAMENTO
|
|
 |
Ob der Ortsname Udine, wie einige
Historiker behaupten, tatsächlich aus
vorrömischer Zeit stammt und sich von
einem Ausdruck für "weibliche Brust",
daher im übertragenen Sinn "Hügel"
ableitet, ist nicht belegt. Sicher
aber ist, dass von diesem
Hügel ganz Friaul zu
sehen ist, von den Karnischen und
Julischen Alpen über die sanften...mehr
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|