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Gemeinde Udine
Gemeinde Udine 94,759 Einw.
Fl. 56,81 qkm - 113 m ü.d.M.
Orstchaften: Baldasseria Bassa, Beivars, Cormor Alto, Cormor Basso, Cussignacco, Godia, Laipacco, Rizzi, San Gottardo
Gemeindeamt: Via Lionello, 1 - 33100 Udine
Telephon: 0432.271111 Fax: 0432.271617
www.comune.udine.it
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 - Schloss Udine  - Dom Vom Udine
Udine ist keine Stadt, die sich dem Touristen anmaßend aufdrängt, sondern überlässt dem Besucher die Freude, ihren Charakter zu entdecken, den sie zurückhaltend - oder vielleicht eifersüchtig - hinter Gebäuden und Kirchen versteckt: zauberhafte Winkel, denen die Zeit nichts anhaben konnte; Straßen und Plätze, die zum Spaziergang einladen; humane Dimensionen, in denen man sich sofort wohl und wie zu Hause fühlt. Hat man Udine erst einmal als ruhige, geordnete Provinzstadt angenommen, kann man sich von ihren Attraktionen überraschen lassen, die viel zahlreicher sind, als man vermuten konnte. Von der Piazza Libertà (früher Contarena und Piazza del Vino, dann Vittorio Emanuele II), die von vielen als der am meisten venezianische Platz Italiens außerhalb der Lagunenstadt bezeichnet wird, ist eine harmonische Einheit aus Gebäuden und Monumenten der Renaissancezeit und idealer Ausgangspunkt für die Besichtigung der künstlerischen Schätze der Stadt. Dieser Platz ist das Herz von Udine: er liegt am Fuße des Schlossbergs und wird von der Loggia S. Giovanni, Loggia del Lionello und einfachen Wohnhäusern begrenzt. Seine eindrucksvolle Wirkung
Loggia del Lionello verdankt der ursprünglich kleine, aus den Veränderungen von Jahrhunderten hervorgegangene Platz urbanistischen Lösungen, die ebenso ungewöhnlich wie reizvoll sind. Ein fürstlicher Bau ist die Loggia S. Giovanni, die nach einem Modell von Bernardino da Morcote (1533) errichtet wurde. Dabei galt es, erhebliche Schwierigkeiten sowohl urbanistischer (der Platz musste gegen den Hügel abgeschlossen werden) als auch praktischer Art (der bestehende Uhrturm war in die Loggia einzubeziehen) zu überwinden. Bernardinos
Entwurf war überaus geglückt, er folgte dem zeitgenössischen Stil, fügte sich aber dennoch perfekt in die bestehende Architektur ein. Eine Loggia von der stilistischen Reinheit der Bauten Brunelleschis, die durch einen großen Monumentalbogen im Eingang zur Kirche S. Giovanni gegliedert wird. Der Uhrturm wurde in "römischen" Formen (aber in Anlehnung an den Turm am Markusplatz) 1527 von Giovanni da Udine erbaut. Auf seiner Spitze schlagen zwei Mohren auf einer Glocke die Stunden. Ursprünglich aus Holz (in alten Urkunden werden sie "gigantes lignei", hölzerne Giganten genannt), wurden sie 1852 durch Statuen aus Kupfer ersetzt. Zahlreiche Monumente sind zu bewundern: ein interessanter Renaissancebrunnen von strenger, würdevoller Schönheit, der 1542 nach Plänen von Giovanni Carrara aus Bergamo vom Steinmetzmeister Cipriano errichtet wurde; die 1539 aufgestellte Markussäule; die 1614 errichtete Säule der Gerechtigkeit (Statue von Girolamo Paleario); die beiden Statuen Herkules und Cacus, von den Einheimischen liebevoll Florean und Venturin genannt und dem
Bildhauer Angelo de Putti aus Padua zugeschrieben. Sie gehen auf das 17. Jh. zurück und ihre Geschichte ist ungewöhnlich: ursprünglich sollten sie den Hof des früheren Palazzo Torriani auf der heutigen Piazza XX Settembre zieren; als 1716 der Rat der Zehn den Grafen Lucio Antonio della Torre wegen seiner Untaten aus dem Gebiet der Republik Venedig verbannt hatte und die Zerstörung von Palazzo Torriani angeordnet wurde, konnten die Statuen gerettet werden und fanden auf der Piazza Contarena einen neuen Aufstellort. Nach dem Fall Venedigs im Jahr 1797, verklagte Lucio Sigismondo della Torre die Stadt Udine auf Rückgabe: er gewann das Verfahren, schenkte die Statuen jedoch der Stadt mit der Auflage, eine entsprechende Inschrift zur Erinnerung anzubringen, was auch tatsächlich auf den Sockeln erfolgt ist. Ebenfalls am Hang, wie die bereits genannten, steht das Friedensdenkmal, das eigentlich für Campoformido zur Erinnerung an den dort... Piazza Libertà
Seite 2
Udine Ob der Ortsname Udine, wie einige Historiker behaupten, tatsächlich aus vorrömischer Zeit stammt und sich von einem Ausdruck für "weibliche Brust", daher im übertragenen Sinn "Hügel" ableitet, ist nicht belegt. Sicher aber ist, dass von diesem Hügel ganz Friaul zu sehen ist, von den Karnischen und Julischen Alpen über die sanften...mehr
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