| Gemeinde Tolmezzo
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10,609 Einw.
Fl. 65,69 qkm - 323 m ü.d.M.
Orstchaften: Cadunea, Caneva, Casanova,
Cazzaso, Fusea, Illegio, Imponzo, Terzo
Gemeindeamt: P. XX Settembre - 33028 Tolmezzo
Telephon: 0433.487911 Fax: 0433.40466
www.comune.tolmezzo.ud.it
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Tolmezzo, der Hauptort Karniens,
genoss früher beachtliche
Privilegien, die seine Entwicklung
förderten, zum Beispiel das
ausschließliche Marktrecht für ganz
Karnien, das der Stadt 1258 von Patriarch
Gregorio di Montelongo gewährt wurde, oder
das Kommunalstatut, das 1356 Tolmezzo als
führenden Ort in Karnien bestätigte. Im 18. Jhdt.
wurde Tolmezzo durch Jacopo Linussio zu einer
wichtigen Industriestadt, da dieser dort eine
Tuchfabrik errichtete, die damals zu den größten
Europas zählte, und damit der lokalen Wirtschaft
mit einem Schlag zum Aufschwung verhalf.
Die beeindruckende Linussio-Fabrik bestand
aus einem Hauptgebäude und Seitenflügeln
mit Bogengängen und großen Innenhöfen. Das
horizontal entwickelte Gebäude wurde vom
Architekten Domenico Schiavi entworfen und
zwischen 1738 und 1741 errichtet. Der
Hauptraum, der mit seinen Ausmaßen und seiner
Schönheit, mit seiner doppelten Höhe und der
offenen umlaufenden Galerie seinesgleichen im
Friaul sucht, ist komplett mit Fresken,
Quadraturmalereien, architektonischen
Perspektiven, allegorischen und historischen
Szenen versehen, die insgesamt ein
ikonografisches Thema entwickeln, das sich an
der Tugend in Verbindung mit der Kraft und
der Vaterlandsliebe orientiert. Der Name des
Künstlers ist unbekannt, in der letzten Zeit
wurde oft der Name von Domenico Fossati
genannt. An das Gebäude anschließend eine
elegante Familienkapelle mit schönen Statuen
der Verkündigung. Domenico Schiavi hat auch
den Dom errichtet (um 1750), der in seinem
Innenraum eine schöne Reihe von Bildern aus
dem 18. Jhdt. enthält: Im Hochaltar von
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Francesco Fontebasso (um 1763) auf der
rechten Seite von Gaspare Diziani
(um 1735-40) und
Pietro
Antonio
Novelli
(zwei
Geälde,
Madonna
mit Kind
und Heilige,1780, die
Enthauptung
des hl. Hilarius,
1790), links Gemälde von Filippo
Giuseppini (19. Jhdt.), Pietro Antonio
Novelli (Ende 18. Jhdt.) und Girolamo Bassano
(17. Jhdt.). Bedeutend die schöne, von Nicola
Grassi geschaffene Gemäldereihe, die der
Freigiebigkeit von Jacopo Linussio zu verdanken
ist: die zwölf Apostel, die Madonna, der Erlöser
und das schöne Portrait von Jacopo Linussio
(heute im Museum). Sehenswert auch zwei
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Steinmetzarbeiten aus dem frühen 16. Jahrhundert,
das große Weihwasserbecken von Carlo da Carona
(1516) und das Ziborium, das Bernardino
da Bissone zugeschrieben wird. In der Kirche
S. Caterina weitere Gemälde von Nicola
Grassi und ein schönes Altarbild aus dem
16. Jhdt., das Pomponio Amalteo zugeschrieben
wird:
Es stellt
die mystische
Hochzeit der
Katharina dar,
in der kleinen Predellina
zwei Szenen aus dem Martyirum
der Heiligen. Die Stadt hat eine interessante
Straße mit Laubengängen und alten, wunderbar
erhaltenen Gebäuden. Bemerkenswert
unter den herrschaftlichen Häusern das Palais
Frisacco, das heute ein Ausstellungszentrum
ist, das Palais Garzolini (dessen Fresken von
Francesco Chiarottini aus dem Ende des
18. Jahrhunderts abgenommen und ins Museum
gebracht wurden) und das Palais Campeis, in
dem sich das Karnische Museum für
Volkskunst und Volkstraditionen
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befindet.
Elegante Häuser mit Loggien stehen in
Cadunea (Haus der Kanoniker, 16. Jhdt.) und
in Imponzo (Haus Pittoni, 18. Jhdt.). In Illegio,
wo die alte Mühle "Mulin dal Flec" noch
funktioniert, steht die bedeutendste
Sehenswürdigkeit, die Kirche San Floriano
in 735 m Höhe, die an einem zauberhaften Ort
steht, der nach einem angenehmen, etwa
halbstündigen Spaziergang zu Fuß erreicht
wird. Diese sehr alte Kirche beherrscht das
But- und Tagliamento-Tal. Im Innenraum ein
hölzernes Polyptychon von Domenico da
Tolmezzo (Ende 15. Jhdt.) mit Figuren
jüngeren Datums (die Originale wurden vor
rund dreißig Jahren gestohlen), ein Steinaltar,
der von Carlo da Carona (um 1510) bemalt
wurde, und Fresken von Giulio Urbanis mit
Heiligenfiguren und Szenen aus dem Leben
des hl. Florian (um 1580). In schöner
Panoramalage steht auch die Pfarrkirche
S. Maria oltre But, die es schon im
13. Jahrhundert gab.
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Wer wissen möchte, wie Karnien früher war,
welche Gewohnheiten die Einwohner hatten,
wie sie die Schwierigkeiten des Lebens in einer
oft feindseligen Umwelt bewältigten, wie
ihre Religiosität aussah, wie sich also ihr
Alltag gestaltete, der muss das Museum
in Tolmezzo besuchen, wo
in vielen Jahren
leidenschaftlicher und
intelligenter
Nachforschungen der ...mehr
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