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Gemeinde Tarvisio
Gemeinde Tarvisio 5,074 Einw.
Fl. 205,52 qkm - 732 m ü.d.M.
Orstchaften: Camporosso, Cave del Predil, Coccau, Colazzo, Fusine in val Romana, Fusine Laghi, Monte Lussari, Rutte Grande, Rutte Piccolo, Sant'Antonio
Gemeindeamt: Via Roma, 3 - 33018 Tarvisio
Telephon: 0428.2980 Fax: 0428.40498
www.comuneditarvisio.com
Die kleine Stadt Tarvis, die am Dreiländereck von Italien, Österreich und Slowenien liegt, ist der einzige Ort in Europa, wo tagtäglich vier Sprachen gesprochen werden - Italienisch, Slowenisch, Deutsch und Friaulisch. Sie liegt in unmittelbarer Nähe des Sattels von Camporosso und somit in einem nicht italienischen, sondern geografisch zu Österreich gehörenden Gebiet. Tarvis wurde in der Tat erst nach dem Ersten Weltkrieg italienisch. Der Ort ist römischen Ursprungs, wie einige Tafeln aus dem 2. Jhdt. n. Chr. belegen, die an der Kirchenmauer lehnen. Noch bedeutender ist der schöne Grabstein an der Hauptstraße von Camporosso, der auch von Mommsen studiert wurde, mit den Flachreliefs eines Pädagogen und eines Meisters und mit folgender Inschrift: "Für die Manengötter heilig. Im Gedenken an Avilia Leda, die im 35. Lebensjahr gestorben ist. Mutilio Fortunato und Avilio Grato, Schüler". Die Umgebung von Tarvis wurde im Laufe der Jahrhunderte von slawisch- und deutschstämmigen Völkern besiedelt, wie auch die Kunstwerke belegen. Die Pfarrkirche Santi Pietro e Paolo wurde im 15. Jhdt. erbaut: Sehenswert im Presbyterium und an den Wänden Fresken aus dem 16. Jahrhundert (einige aus der Schule von Thomas aus Villach), darunter die Darstellung von Karl V. zu Pferd (im Gedenken an die Intervention des Kaisers zugunsten von Tarvis beim Durchzug der Türken). Kostbar in der kleinen Kirche Madonna di Loreto die Gemälde eines kärntnerischen Malers aus dem Jahr 1520 und in der kleinen Kuppel die Stuckarbeiten und
See von Fusine Fresken eines österreichischen Meisters aus dem 18. Jhdt. Älter ist der bedeutende Freskenzyklus in der Kirche S. Nicolò in Coccau mit Szenen aus der Leidensgeschichte Christi, die von einem einheimischen Maler im frühen 15. Jhdt. geschaffen wurden, der Erfindungen und Rhythmen von Giotto volkstümlich verarbeitet. Sehenswert in Camporosso in der Kirche S. Egidio der Hochaltar aus dem Jahr 1704 aus mehrfarbigem Marmor und die Fresken (Geißelung und Kreuzigung) von Thomas von Villach (Ende 15. Jhdt.), die wegen der richtigen Anordnung, der Farbenpracht, des gut heraus gearbeiteten Faltenwurfs und des
aufmerksamen und sicheren Pinselstrichs bemerkenswert sind. Von Camporosso erreicht man per Seilbahn die Wallfahrtskirche auf dem Monte Lussari, die den kärntnerischen, slowenischen und friaulischen Völkern teuer ist, und die nach der Legende 1360 entstand, als der Patriarch von Aquileia befahl, eine Kapelle mit Altar an dem Ort zu bauen, an dem eine Statue der Madonna mit Kind gefunden würde. Auf dem Gemeindegebiet sind die Dörfer Camporosso und Coccau mit beachtenswerten Beispielen spontaner Architektur im kärntnerischen Stil sehenswert. Das Bergbaudorf Cave del Predil kann hingegen wegen seiner hohen Wohnhäuser als interessant
eingestuft werden, die für die Familien der Bergleute gebaut wurden. Zahlreich sind die wertvollen Gebäude aus dem 16. - 19. Jahrhundert, die allerdings meistens umgebaut wurden: in Obertarvis das Rathaus, das Haus Candoni Brettner, das Gebäude der Forstverwaltung, das Haus Haberl, das Haus Spaliviero, in Tarvisio Bassa das Haus Haring, das Palais Schnablegger, das Haus Lindaver Scheiderberger, das Burgerspital, das Hotel Schnablegger (heute das Geschäft Vidussi). Tarvis ist Ausgangsort für eindrucksvolle Wanderungen und Ausflüge im Wald von Tarvis, wo Hirsche, Bären und Adler leben. Von hier aus kann man die zwei zauberhaften Seen von Fusine mit ihrem unglaublich dunkelblauen Wasser und den See von Predil (oder Raibl) erreichen, der dunkel und wild ist, oder auch die rauen Berge, die den Ort umgeben und deren höchster Gipfel der Monte Mangart ist. Monte Lussari
Tarvisio Einer jahrhundertealten Geschichte, Kultur und Kunst rühmt sich das Gebiet, das von Moggio bis Tarvis reicht und dem Tal des Fella und dessen Nebenflüssen und dem der Gailitz folgt, die erst durch Tarvis, danach in die Gail und am Ende ins Schwarze Meer fließt. Ein Land, das schon die Römer kannten, die dort...mehr
Best links: Udine - Pontebba - Moggio Udinese - Dogna - Chiusaforte - Malborghetto Valbruna - Tarvisio
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