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Gemeinde Socchieve
Gemeinde Socchieve 1,023 Einw.
Fl. 65,95 qkm - 480 m ü.d.M.
Orstchaften: Caprizzi, Dilignìdis, Feltrone, Lungis, Mediis, Nonta, Priuso, Viaso
Gemeindeamt: Loc. Mediis - 33020 Socchieve
Telephon: 0433.80080 Fax: 0433.80216
www.comune.socchieve.ud.it
Socchieve ist einer der ältesten Orte Karniens: Sein Name, lateinischen Ursprungs (sub clivo), bezeichnet die besondere geografische Lage am Fuße einer Terrasse, auf der früher die Burg der Herren von Socchieve stand, die vom Patriarchen von Aquileia mit diesem Besitz betraut wurden. Heute steht dort die alte Kirche S. Maria Assunta in Castoja, in der ein massives Taufbecken mit Schuppendekor aus dem 15. Jhdt., neuere Fresken des karnischen Malers Giovanni Moro (1940) und ein kleines Bild einer Engelmadonna zu sehen sind, das 1741 vom Maler Nicola Grassi erstanden wurde. In den Kirchen der Gemeinde gibt es zahlreiche Kunstwerke, angefangen mit der Kirche S. Martino in Socchieve, die die typische Struktur der Kirchen dieser Art aufweist (mit Eingangsportikus, schlankem segelförmigem Glockenturm,
Kirche von Castoia Kreuzgratgewölbe, Ziegeldach) und im Presbyterium einen bedeutenden Freskenzyklus bewahrt (1493), der vom bedeutendsten karnischen Renaissancemaler, Gianfrancesco da Tolmezzo, Sohn von Odorico Daniele aus Socchieve, geschaffen wurde. Besonders bemerkenswert sind die Figuren der Kirchenväter in den Gewölbekappen, sowie die Geburt Christi auf der Rückwand. Von Gianfrancesco da Tolmezzo stammt auch das Altarbild (sein letztes Werk, 1511), das den hl. Martin und den Bettler und andere heilige Figuren darstellt.
Andere Fresken von Gianfrancesco befinden sich in einer kleinen Kirche bei Nonta, während es in der Kirche von Lungis einen schlecht erhaltenen Freskenzyklus von Giovanni Battista da Lozzo (1554) gibt. Zahlreiche Schnitzereiarbeiten: In der schönen Kirche S. Biagio in Mediis ein Holzflügelaltar von Michael Parth aus Bruneck (ca. 1545) mit den Figuren der Madonna mit Kind zwischen den Heiligen Blasius und Florian im Mittelteil und dem auferstehenden Christus.
In der Kirche S. Gottardo in Dilignidis eine Madonna mit Kind von Domenico da Tolmezzo (1486), eine monumentale und dennoch anmutige Figur. Drei Figuren von Michael Parth auch in der Kirche von Priuso, während in Feltrone der Schnitzaltar aus dem 16. Jhdt. Giovanni Martini zugeschrieben wird. Einigen Gebäuden sieht man immer noch die typischen Eigenschaften der Wohnhäuser des wohlhabenden einheimischen Bürgertums an: in Socchieve (Palais Lenna), Mediis (Palais Bearzi, 18. Jhdt.: Palais Parussatti, 1749); bemerkenswerte ländliche Gebäude in Dilignidis und Nonta. Schließlich der große Wald am Monte Rest, in dem Rehe, Birkhähne und Auerhähne leben und der auch von Königsadlern und Wanderfalken besucht wird. Fresken von Gianfrancesco da Tolmezzo in der Kirche S. Martino

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