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Gemeinde San Daniele del Friuli
Gemeinde San Daniele del Friuli 7,892 Einw.
Fl. 34,67 qkm - 252 m ü.d.M.
Orstchaften: Aonedis, Cimano, Villanova
Gemeindeamt: Via Garibaldi, 23 - 33038 San Daniele del Friuli
Telephon: 0432.946532 Fax: 0432.946534
www.comune.sandanieledelfriuli.ud.it
Eine historische Stadt, die seit der Römerzeit eine wichtige Rolle in Friaul spielte. Sie ist aber auch ein Ort der Kultur und der Kunst, die sie vor allem dem aufgeklärten Eifer einiger Bürger verdankt. So wurde 1466 in S. Daniele die erste öffentliche Bibliothek von Friaul (auch eine der ersten in Italien) eröffnet. Sie bestand anfänglich aus hundertsechzig Handschriften aus dem Vermächtnis des Humanisten Guarnerio d'Artegna, der sie zum Teil erworben und zum Teil in Auftrag gegeben hatte. Weitere kostbare Exemplare kamen dazu, vor allem tausende Werke, gestiftet 1734 von Giusto Fontanini. Die Bibliothek Guarneriana, heute im alten Rathaus mit Loggia (15.-16. Jh.) untergebracht, enthält rund achtzig Inkunabeln (unter anderem eine Justiniani Constitutiones von 1482 mit schöner Miniatur von Antonio Maria aus Padua) und Dutzende Handschriften des Humanismus, darunter eine Göttliche Komödie des 14. Jh. (Hölle mit Kommentaren von Jacopo Alighieri und Graziano Bambaglioli), die mit verzierten Initialen
Portonat, entworfen von Palladio ähnlicher Art geschmückt ist wie ein in der Pariser Nationalbibliothek aufbewahrtes Exemplar der Göttlichen Komödie. Das größte Kleinod der Bibliothek ist aber die so genannte Byzantinische Bibel, ausgeführt Ende 12. Jh. von einem Meister der metropolitischen Schule in Jerusalem zur Zeit des Lateinischen Königreiches. Obwohl später beschädigt, sind noch zahlreiche Initialen mit figurativen Miniaturen erhalten, die sich mit kleineren, durch geometrische und pflanzliche Motive verzierten Buchstaben abwechseln. Sehenswert bei den Kultgebäuden der Dom S. Michele, renoviert zwischen 1707 und 1725
vom venezianischen Architekten Domenico Rossi, Bronzetüren mit Tafeln von Nino Gortan (1982; Darstellung von Tod und Auferstehung Christi und Symbole der Evangelisten); im Kirchenraum einige interessante Kunstwerke: monumentales Taufbecken von Carlo da Carona (1510), Altarbild der Dreifaltigkeit von Giovanni Antonio Pordenone, 1534, eines der berührendsten Werke des Künstlers von bester Ausführungsgüte, marmorner Hochaltar von Francesco Fosconi (1735), Bilder von Pomponio Amalteo (Hochzeit Mariens und Beschneidung, 1549) und Vincenzo Lugaro (Bibelszenen, 1625). Zu den Domschätzen gehören auch drei
Bilder von Valerio Graziano (1615), eine schöne Madonna mit Kind von Francesco da Milano (1520) und drei Modelle von Giambattista Tiepolo (Mariä Himmelfahrt, hl. Johannes erteilt Almosen und Enthauptung Johannes d.T.), 1735 für Fresken in der Kirche S. Maria della Fratta angefertigt (nie ausgeführt). Besondere Beachtung verdient die Kirche Antonius Abt des 15. Jh., die den schönsten Renaissance-Freskenzyklus von Friaul enthält, an dem Martino da Udine, genannt Pellegrino da S. Daniele, mit Unterbrechungen von 1497 bis 1522, vermutlich mit Helfern, gearbeitet hat. Heilige Geschichten und Figuren im Chor, im Triumphbogen und auf der rechten Wand. Auf der linken Wand, Fresken des späten 14. Jh. Reich an Kunstwerken sind auch die Kirchen S. Maria della Fratta, S. Daniele in Castello, Madonna di Strada. Das alte Pfandleihhaus (18. Jh.) enthält ein großformatiges Bild von Vincenzo Lugaro. Bibliothek Guarneriana
Gemona del Friuli Das so liebliche Friauler Hügelland, das von Gemona und San Daniele fast bis nach Udine reicht, war in den Jahrhunderten aber auch ein von Erdbeben heimgesuchtes Land: vor allem zu erwähnen die schweren Beben von 1348 (wurde auch vom Florentiner Historiker Filippo Villani beschrieben), 1511 (als auch...mehr
Best links: Udine - Gemona del Friuli - San Daniele del Friuli - Venzone - Tricesimo - Bordano - Resiutta
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