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Gemeinde Sacile
Gemeinde Sacile 18,156 Einw.
Fl. 32,62 qkm - 25 m ü.d.M.
Orstchaften: Camolli, Cavolano, Cornadella, Ronche, San Giovanni del Tempio, San Giovanni di Livenza, San Michele, Sant'Odorico, Schiavoi, Topaligo, Villorba, Vistorta
Gemeindeamt: Piazza del Popolo, 65 - 33077 Sacile
Telephon: 0434.787111 Fax: 0434.780694
www. comune.sacile.pn.it
Das langsam, in verschlungenen Windungen durch die Altstadt fließende Wasser des Livenza macht Sacile zu einem äußerst malerischen Ort im westlichen Friaul. Auf den Fluss blickt auch die Hauptfassade des bedeutendsten, herrschaftlichen Gebäudes der Stadt, der nach dem klassischen, venezianischen Schema erbaute Palazzo Ragazzoni- Flangini-Biglia. Die Seite zum Innenhof schmücken Statuen von Künstlern aus dem Kreis von A. Vittoria, Innengestaltung mit Fresken von F. Montemezzano (Ende 16. Jh.), die wichtige Ereignisse aus der Familienchronik der Ragazzoni darstellen. Ebenfalls mit dem Portikus dem Livenza zugewendet
Palazzo Ragazzoni - Flangini - Biglia ist die Marienkirche Madonna della Pietà (17. Jh.), die einen ungewöhnlichen, sechseckigen Grundriss aufweist; im Kirchenraum ein sehr schönes Vesperbild (plastische Darstellung der Pietà, vor dem die Gläubigen nach einem mittel- und nordeuropäischen Brauch die Vesperandacht verrichteten), das Mitte des 15. Jh. in Steingusstechnik ausgeführt wurde (ein Gemisch aus Steinmehl, Kalk und Marmormehl wird in Formen gegossen und dann mit dem Meißel zur endgültigen Form bearbeitet). Und ebenfalls vom Fluss aus genießt man den
schönsten Blick (jetzt noch attraktiver durch eine Fußgängerbrücke) auf den Dom San Nicolò, der zwischen 1474 und 1496 von Beltrame und Vittorio da Como (Giovanni da Pordenone zeichnet hingegen für den Glockenturm verantwortlich) im Stil der zeitgenössischen, venezianischen Architektur erneuert wurde, die vor allem in der Fassade den Vorbildern eines Codussi treu bleibt. Unter den Kunstwerken im Innenraum (einschneidend verändert im 19. Jh.) sind vor allem die Fresken von Gio. Battista da Udine und A. Zago zu erwähnen: es sind Brustbilder von Propheten und Seherinnen (Ende 15.-Anfang 16. Jh., nach dem Vorbild gedruckter Modelle eines toskanischen Autors), die sich früher unter dem zentralen Dachwerk
befanden und heute in einer Kapelle neben dem linken Seitenschiff untergebracht sind; Glorreiche Madonna und Kind zwischen Johannes d. T. und Antonius Abt, mit dem hl. Nicola auf dem Thron zwischen Erzengel Michael und hl. Georg (1589- 1590) von F. Bassano; und schließlich der ausgedehnte Freskenzyklus von P. Casarini (1946), der die ganze Apsis ziert. Am Platz vor dem Dom, der Palazzo Ovio-Gobbi (16.-18. Jh., heute Pfarrhaus), der im Salon der oberen Etage mit Stuckaturen und Fresken mit historisch-allegorischen Themen dekoriert ist; Palazzo Carli (16.-17. Jh.), mit rigoroser Raumaufteilung; Palazzetto della Fabbriceria, auf seiner Fassade sind noch Fresken des frühen 16. Jh. erkennbar, eine Darstellung von Bischöfen, Gläubigen und Mitgliedern der Confraternita dei Battuti, die dem Pordenone zugeschrieben wird. Auf der großen Piazza del Popolo steht das Rathaus mit Loggia (15.-16. Jh.), das trotz diverser Modernisierungen die Zugehörigkeit zur Palazzo Carli a Sacile
zivilen Architektur der venezianischen Renaissance nicht verleugnet, die an einigen anderen benachbarten Gebäuden - mit den symmetrisch nach den zentralen Fenstern mit Balkon gegliederten Fassaden und Anlegeplatz am Fluss auf der Rückseite - ebenfalls deutlich sichtbar ist. Zu den künstlerisch interessanten Kirchengebäuden gehören schließlich noch die Kirche San Gregorio (16. Jh.), auf deren Wänden einige Fresken der Zerstörung der Zeit widerstehen konnten, wie ein Hl. Jakob aus 1519 und ein bruchstückhaftes Fries, in dem sich auf typische Art des 16. Jh. Heilige und Figuren einer erfundenen Mythologie abwechseln, und die moderne Kirche S. Michele, besonders sehenswert das große Glasfenster mit dem Erzengel Michael, das nach einer Zeichnung von Luigi Veronesi, einem großen Meister der abstrakten Kunst in Italien, hergestellt wurde. Zu erwähnen in Vistorta die kleine Marienkirche Santa Maria delle Grazie: mehrere Darstellungen einer Madonna mit Kind des 15. und 16. Jh. beweisen deutlich den devotionalen Charakter ad personam der religiösen Dekorationen jener Zeit.
Pordenone Die Umgebung von Pordenone besteht aus der hügeligen Landschaft vor dem Gebirge, dem Grünland der unterirdischen Quellen von Polcenigo, dem ausgedehnten Agrarland der Ebene und den Tonböden der Ortschaften im Süden. Ein Territorium, das in der geografischen, historisch-kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung durch seine... mehr
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