| Gemeinde Prato Carnico
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1,064 Einw.
Fl. 81,48 qkm - 674 m ü.d.M.
Orstchaften: Avausa, Croce, Luch, Osais,
Pesariis, Pieria, Pradumbli, Prato,
Prico, Sostasio, Truja
Gemeindeamt: Frazione Pieria, 69 - 33020 Prato Carnico
Telephon: 0433.69034 Fax: 0433.69001
www.comune.prato-carnico.ud.it
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Wenn man den
Canal di Gorto
kurz vor Comeglians
hinter sich lässt und
den Degano überquert,
kommt man in die Val Pesarina,
die über die Forcella di Lavardet
Karnien mit dem Cadore
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verbindet. Ein malerisches Tal,
das früher für denWarenverkehr
wichtig war und seit dem
2. Jhdt. v. Chr. von den Karniern
besiedelt und später von den
Römern kolonisiert wurde. An
der Straße liegen sieben Dörfer,
die zum Großteil immer noch
ihren ländlichen Charakter
bewahren: Avausa, Prato Carnico,
Pieria, Pradumli, Osais und
Pesariis. In Prato Carnico steht
die große Kirche S. Canciano,
in der einige Schnitzaltäre zu
bewundern sind: Das
Meisterwerk ist der Flügelaltar,
der 1534 von Michael Parth aus
Bruneck geschnitzt, bemalt und
vergoldet wurde, zusammen
mit den Figuren der Märtyrer
Cantius, Cantianus und
Cantianilla in der Mitte und
dem Hochrelief mit der Geburt
Christi in der Predella. Auf den
geöffneten Flügeln Reliefs mit
den Heiligen Petrus und Paulus
und darunter Johannes der
Täufer und Johannes der
Evangelist. Aus dem 16. Jhdt.
stammt auch der Schnitzaltar
des Meisters Simone di Paolo
aus Udine mit seinen Figuren
der Heiligen Fabian, Sebastian und
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Rochus, die in einem
Renaissancerahmen stehen.
Bemerkenswert auch der
massive schiefe Glockenturm.
Die Kirche S. Leonardo in
Osais stammt aus dem Jahr
1391. In ihrem Chor sind an
den Wänden und am
Rippengewölbe ein
interessanter Freskenzyklus aus
dem Jahr 1506 erhalten, der von
dem Maler Pietro Fuluto aus
Tolmezzo geschaffen wurde
und Heiligenfiguren und
Geschichten aus dem Leben
des hl. Leonhard darstellt.
Naive Malereien mit
Märchenschlössern und
unglaublichen Gebäuden in
einer unwirklichen
Fantasielandschaft. Sehenswert
auch ein gut proportionierter
Schnitzaltar mit zwei Ebenen
und sechs Heiligenfiguren,
das letzte Werk (1528) des
Bergamasken Antonio Tironi
(der aber in Udine wohnhaft
war). Es hat einen Rahmen aus
dem 17. Jhdt., genauso wie das
Holztriptychon von Giovanni
Antonio Agostini (Ende
16. Jhdt.). Das letzte Dorf im
Tal ist Pesariis, das seit dem
17. Jhdt. durch seine
Uhrenbauer und seit 1725 durch
die Fabrik Solari bekannt ist,
die Uhren, vor allem Turmuhren
nach ganz Europa exportierte.
Überall in der Val Pesarina
sind architektonisch wertvolle
Gebäude erhalten, die zum
Großteil nach dem Erdbeben
1976 restauriert wurden. Der
einzigartige Baustil der Häuser,
von denen einige Loggiens
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haben, machen Pesariis in dieser
Hinsicht zum interessantesten
Ort Karniens: Man betrachte
zum Beispiel das Gebäude Sot
la Napa, ein karnisches Haus
aus dem 17. Jhdt., in dem der
venezianische Einfluss deutlich
zu spüren ist, das Haus Solari,
das sogenannte Uhrenhaus,
erbaut im 16. Jhdt. und
restauriert im 18. Jhdt.: Dort
wurde 1765 Papst Gregor XVI.
geboren. Oder das Haus
Canciani in Prato Carnico, das
Haus Gagliolo in Sostasio und
die vielen einzigartigen
Almställe in Orias, oberhalb
von Truia, der Almstall
Gonano in Osais oder die
Almställe Palman und
Gennaro in Pesariis. Über den
CAI-Wanderweg 201 kann man
zu Fuß von Pradibosco aus zur
Berghütte De Gasperi in den
Dolomiten von Pesarina hinauf
steigen: Vor der Hütte wurde
ein kleiner botanischer
Garten angelegt, in dem rund
zweihundert, in den
Dolomiten einheimische
Pflanzenarten wachsen, von
denen die meisten unter
Naturschutz stehen.
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Reich an Wäldern und weiten Wiesen,
Flussläufen, winzigen Seen, in denen sich
der Himmel spiegelt, rauen und sanften
Bergen, ist Karnien, das noch nicht vom
Massentourismus berührt ist, der ideale
Ort für all diejenigen, die einen
erholsamen Urlaub
vorziehen, um Körper
und Geist zu stärken. Hier kann man
nicht nur die Schönheit von Natur
und Landschaft ...mehr
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