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Gemeinde Pordenone
..Anlage der Kirche San Giorgio durch einen Glockenturm belebt (1852; nach Plänen des bereits erwähnten G. B. Bassi), der sich wie eine dorische Riesensäule über der Stadt erhebt und die Figurengruppe mit dem Schutzpatron der Kirche trägt. Im Innenraum, Altarbild von G. Narvesa (17. Jh.). Geht man von der Piazzetta Cavour nach rechts und überquert die weitläufige Piazza XX Settembre, gelangt man zum interessantesten Beispiel moderner Architektur der Stadt: die von Mario Botta entworfene Kirche del Beato Odorico (1990) in Viale della Libertà, bei der die konische Bedachung des Kirchenraums die lichtvolle Andacht des vierseitigen Portikus im Eingang nach oben wiederholt. Im Innenraum ein Tafelbild Madonna mit Kind, das dem engsten Kreis um Gentile da Fabriano zugeschrieben wird. Weitere Kultgebäude sind die Anfang des 20. Jh. im neugotischen Stil erbaute Marienkirche Madonna delle Grazie mit Wandmalereien von T. Donadon und die Kirche San Francesco (1972-1974) am in der Kirche der Hll. Rupert und Leonhard in Vallenoncello Friedhof der Architekten Varnier und Gresleri. Architektur des 20. Jh. ist auch im Seelsorgezentrum in Via Revedole vertreten (1988; nach Plänen von Othmar Barth), wie auch im verkommenen,
Piazzale Risorgimento ehemaligen Balilla- Haus von C. Scoccimarro (1935-1936, fast nicht mehr erkennbar der dynamische Rationalismus der ursprünglichen Formen) und im viel kritisierten Direktionszentrum von G. Valle, das 1970 auf Kosten der historischen Fabrik Galvani und eines beachtlichen Teils der Parkanlage Querini-Valdevit (Nr. 2) errichtet wurde, wo sich ein schlossartiges Haus von ausgeprägt neugotischem Charakter in eine künstlich angelegte Landschaft - mit Zierteichen und gewundenen Wegen - eingefügt hatte. Zu erwähnen bei den Grünanlagen der Stadt
auch der Park San Valentino, von dem im Süden das Netz der kleinen Wasserläufe ausging, die bis in das frühe 20. Jh. die Altstadt geprägt hatten, und der Park Galvani. Zahlreich die Kunstschätze, die in den Kirchen der Vororte der Stadt verwahrt sind. In Roraigrande, in der Kirche San Lorenzo (schlichtes, neugotisches Gebäude von D. Rupolo) ein steinernes Taufbecken (1558- 1559) von Donato und Alvise Casella, Gemälde von M. Grigoletti (19. Jh.) und vor allem Fresken des Pordenone (1516-1517) im Gewölbe der Seitenkapelle, ursprünglich Chor einer Renaissance-Kirche. Vom Calderari stammen die Fresken (Mitte 16. Jh.) im Oratorium San Bernardino der Villa Policreti- Brugnera (16. Jh.). In Vallenoncello, in der Pfarrkirche der Hll. Rupert und Leonardo, sind eine Anbetung der Hirten (ca. 1530) des Calderari und eine Madonna mit Kind auf dem Thron zwischen den Heiligen Sebastian, Rupert, Leonardo und Rocco (ca. 1513-1514) des Pordenone zu bewundern, der die Orientierung der venezianischen Malerei des neuen Jahrhunderts assimiliert hat, wie der zunehmend Licht und Farben übertragene Aufbau der Volumen und die atmosphärische Öffnung im Hintergrund beweisen. Das Vorbild Paduas des frühen 15. Jh. ist hingegen in der Apsis des Oratoriums
> am Hauptplatz des Ortes offensichtlich, wo die Kirchenlehrer auf der Kathedra (Mitte 16. Jh.) die für die Renaissance typische Plastizität der Figuren mit dem noch spätgotischen, dekorativen Überschwang des Hintergrundes verbinden. Fresken von Pietro Gorizio zieren die Wände im Kirchenraum. In der einfachen Kirche San Leonardo in Sylvis (Zugang über einen Feldweg von der Staatsstraße Pordenone-Oderzo) sind Freskenfragmente des 14.-17. Jh. erhalten. Die letzte Etappe ist Villanova und die Besichtigung der Kirche Sant'Ulderico: im Innenraum ist neben einem Steinaltar (1520) von G.A. Pilacorte, ein Freskenzyklus des Pordenone (1514) zu besichtigen: im Chorgewölbe die Kirchenlehrer, an den Scheiteln der Kappen, Evangelisten und Propheten; auf den Wänden, Krönung der Hl. Jungfrau und Musizierende Engel, Christus vor Pilatus 51,176 und Geißelung; am Altarbogen, Fragmente einer Verkündigung. Figuren wie der Prophet Jeremias oder die Hauptfiguren der Geißelung zeugen von einer Kühnheit des malerischen Ausdrucks, die sich weit über die regionalen Grenzen hinaus verbreiten sollte Altarbild des Pordenone in der Kirche der Hll. Rupert und Leonhard in Vallenoncello
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Pordenone Die Umgebung von Pordenone besteht aus der hügeligen Landschaft vor dem Gebirge, dem Grünland der unterirdischen Quellen von Polcenigo, dem ausgedehnten Agrarland der Ebene und den Tonböden der Ortschaften im Süden. Ein Territorium, das in der geografischen, historisch-kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung durch seine... mehr
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