| Gemeinde Pinzano al Tagliamento
|
|
1,607 Einw.
Fl. 21,76 qkm - 201 m ü.d.M.
Orstchaften: Costabeorchia, Manazzons,
Valeriano, Borgo Ampiano, Campeis, Colle, Mizzeri
Gemeindeamt: Via XX Settembre, 53 - 33094 Pinzano al Tagliamento
Telephon: 0432.950005 Fax: 0432.950129
www.comune.pinzanoaltagliamento.pn.it
|
|
|
Vom Vorplatz der Kirche Santo
Stefano in Valeriano schweift der
Blick über die Ebene, die sich gegen
Spilimbergo öffnet; in der Kirche aber
gehört die Aufmerksamkeit den frühen
Werken des Pordenone, der mit einem
Triptychon in Freskenform (datiert 1506)
vertreten ist; dargestellt sind der hl. Valerian
mit dem Erzengel Michael und Johannes d.T.
Die Arbeit verrät in der grafischen Prägung
den Einfluss von Künstlern wie Gianfrancesco
da Tolmezzo, dem sich G. A. de' Sacchis (der
Pordenone) langsam entzieht, wobei Licht und
Farben zunehmend die Gliederung von Raum
und Volumen übernehmen. Aus späterer Zeit
(1524) stammt der umfangreiche
Wandschmuck des Künstlers auf der Fassade
des nahen Oratoriums S. Maria dei Battuti.
Die Fresken (zur besseren Erhaltung heute im
Innenraum untergebracht und auf der Fassade
in Sinopie wiedergegeben) stellen auf der
unteren Ebene den hl. Valerian,
|
 |
Johannes d.T.
und den hl. Stefan dar, auf der oberen eine
Anbetung der Weisen um die zentrale
Madonna mit Kind auf dem Thron mit Engeln.
Rechts, eine riesige Christophorus-Figur,
während unter dem Dachgesims Putten, Vögel
und Schildkröten für eine groteske Prägung
sorgen. Auf die gleichen Jahre gehen die
Geburt Jesu mit den Hll. Antonius und Florian
und die Flucht nach Ägypten (1527) zurück, die
von de' Sacchis auf der linken Wand ausgeführt
wurden: sie zählen zu seinen berührendsten
Bildern und beweisen auch die meisterhafte
Beherrschung der
|
|
Veränderlichkeit der Farben
bei der Fresko-Maltechnik; auf der rechten
Wand und im Gewölbe sind Überreste von
Fresken des 14. Jh. erhalten (Begebenheiten
aus dem Leben Mariens, Letztes Abendmahl,
Dreifaltigkeit); das Altarbild (ca. 1595-1598)
von G. Narvesa bestätigt die Fähigkeit dieses
Künstlers, sehr komplexen Ikonographien einen
kompositorisch logischen Aufbau zu geben.
Beide Kirchen mit Renaissance-Portalen,
die von Carlo da Carona (1508) bzw. G.A.
Pilacorte (1499) angefertigt wurden. Folgt man
den Spuren des Pordenone in Pinzano, führt
der Weg unweigerlich zu den Fresken in der
Pfarrkirche
San Martino,
mit einer
Madonna mit Kind auf dem Thron, Engeln und
Stiftern (1525) in majestätischen Volumen und
einem hl. Sebastian zwischen den Hll. Rochus,
Stefan, Nikolaus und dem Erzengel Michael
(ca. 1527 ca.), der die Fertigkeit des Künstlers
zeigt, Landschaften und Figuren des
venezianischen und mittelitalienischen
Manierismus abzuwechseln und zu
verflechten.
|
 |
|
Einige Fragmente beweisen, dass
sich die Dekorationen auf der Südwand
fortgesetzt hatten (hl. Martin und der Bettler,
Prozession der Bruderschaft, Antonius Abt)
und, vermutlich gemeinsam mit dem Amalteo,
auch auf der inneren Bogenfläche (Hll. Florian
und Urban, Apollonia und Lucia). In der
Kirche zu erwähnen auch ein Nischenbild des
frühen 16. Jh. mit einer Madonna mit Kind
auf dem Thron und Heiligen und geschnitzte
Holzstatuen wie der hl. Martin und der
Bettler (über der Orgel) oder der Gruppen
Kreuzigung und Maria mit den frommen
Frauen (2. Hälfte 17. Jh.) venezianischer
Schule. Aus der Werkstatt der Friauler Comiz
stammt der reiche Hochaltar (ca. 1750-1760),
in den sich die Verzückung des hl. Antonius
von G.A. Guardi (1745 ca.) harmonisch
einfügt. Schließlich noch der Hinweis auf die
moderne Brücke über den Tagliamento
(1970), die sich mit schlichter Eleganz der
Landschaft anpasst.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
 |
Wenn Maniago auf eine jahrhundertealte
Handwerkertradition verweisen kann -
Messermacher - die zum Aufbau einer
angesehenen Industrie geführt hat,
nahm in Spilimbergo die
Mosaikkunst eine
ähnliche
Entwicklung.
So leistet die
lokale
Mosaikschule seit
Jahrzehnten ihren
Beitrag zur Erhaltung...mehr
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|