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Gemeinde Paularo
Gemeinde Paularo 2,907 Einw.
Fl. 84,23 qkm - 648 m ü.d.M.
Orstchaften: Casaso, Chiaulis, Dierico, Misincinis, Ravinis, Rio, Salino, Trelli, Villafuori, Villamezzo
Gemeindeamt: P. Bernardino Nascimbeni, 16 - 33027 Paularo
Telephon: 0433.70026 Fax: 0433.70844
www.paularo.com
Bedeutende frühgeschichtliche Funde, die vor kurzem in Misincinis ans Tageslicht gebracht wurden, bezeugen, dass schon seit Urzeiten Menschen in dem wunderschönen Tal von Paularo gelebt haben. Sehenswert im Hauptort des Tals die Kirche S. Vito, die 1770-75 von Domenico Schiavi dort errichtet wurde, wo vorher eine andere Kirche stand und die von Giovanni Battista Bassi (1850)durch einen feierlichen Portikus erweitert wurde, der ihr ein neoklassizistisches Aussehen verleiht. Bemerkenswert in ihrem großzügigen Innenraum Fresken von Antonio Schiavi aus dem Jahr 1765. Im Kirchenschiff die Heilige Jungfrau mit den Heiligen Vitus, Hieronymus und Valentinus, Christi Geburt, die Anbetung der heiligen drei Könige, Melchisedek und Abraham; im Presbyterium die Evangelisten. In den Altären und im Presbyterium Gemälde von Francesco Pellizzotti aus Paularo (1740-1818), einem Schüler von Nicola Grassi. Im Ortsteil Dierico steht die Kirche S. Maria Maggiore, die größte Sehenswürdigkeit des gesamten Tals. Sehenswert zwei bedeutende Kunstwerke: der Freskenzyklus von Giulio Urbanis aus S. Daniele del Friuli aus dem Jahr 1598 an den Wänden und an der Chordecke mit der Darstellung von Aposteln, Kirchengelehrten, Evangelisten, Propheten, Heiligen, Gottvater und der Verkündigung. Der bemalte und vergoldete Schnitzaltar (Antonio Tironi, ab 1522) besteht aus drei Ebenen mit jeweils vier Heiligenfiguren (Apollonia, Katharina, Barbara und Lucia) und dem Auferstandenen Christus in der höchsten Ebene; weiter unten die Heiligen Florian, Papst Urban, Georg, Mauritius, Vitus, Leonhard, Johannes
Palais Calice Screm der Täufer, die Madonna mit Kind, der Apostel Petrus und der Erzengel Michael, Figuren mit schönen und eleganten Proportionen und feinem und expressivem Gesichtsausdruck, die sich zum Teil deutlich von den anderen herkömmlichen Figuren abheben. Die Rahmung und das Gebälk sind solide und massiv, mit dicken Säulen (verziert mit sehr feinen Blätterund Blumenschnitzereien in lombardischem Stil). Sehenswert in der Kirche S. Giovanni Battista von Trelli ein Gemälde aus dem 18. Jhdt., das Petrus darstellt und früher Nicola Grassi zugeschrieben wurde, aber von Francesco Pellizzotti stammt. In der
Kirche S. Caterina in Salino wird der Seitenaltar des hl. Antonius Girolamo Comuzzo (17. Jhdt.) zugeschrieben. Besonders herrschaftlich sind die Wohnhäuser in der Gemeinde Paularo, das schönste Beispiel ist das Palais Calice, das 1591 von Fabiano Calice erbaut wurde. Vielleicht ist es der schönste Bau in ganz Karnien, mit großen Bogengängen im Erdgeschoss, zwei übereinanderliegenden Loggien mit jeweils vier Rundbögen, die durch dünne Steinsäulen mit geformten Kapitellen unterteilt werden. Für diejenigen, die aus Ligosullo kommen, ist das Palais eine Überraschung, und es erstaunt durch die luftige Leichtigkeit, die seine Besonderheit ist und daran denken lässt, dass nur die Ästhetik - und keine funktionalen Gründe - am Anfang dieses Bauwerks stand. Andere prächtige Gebäude sind das Palais Mocenigo-Linussio-
Fabiani aus dem 18. Jhdt., höchstwahrscheinlich von Domenico Schiavi entworfen, und das Palais (oder Schloss) Valesio Calice in Villafuori, ein echtes Hausmuseum, in dem anhand von Gegenständen, Einrichtungen, Kunstwerken usw. die Jahrhunderte alte Geschichte von Paularo und Karnien durchlebt werden kann. Die Familie der Calice war der Kunst in all ihren Ausdrucksformen sehr zugetan, und viele völkerkundliche und künstlerische Materialien wurden dem Museum in Tolmezzo geschenkt. Auch im Haus Scala aus dem 18. Jhdt. in Paularo wurde vor einigen Jahren ein kleines, interessantes Museum eingerichtet, "La Mozartina", eine einzigartige Privatsammlung von antiken und modernen Musikinstrumenten. Das Gemeindegebiet von Paularo ist reich an Naturschönheiten, darunter der Wasserfall von Salino. Dierico
Arta Terme Wer wissen möchte, wie Karnien früher war, welche Gewohnheiten die Einwohner hatten, wie sie die Schwierigkeiten des Lebens in einer oft feindseligen Umwelt bewältigten, wie ihre Religiosität aussah, wie sich also ihr Alltag gestaltete, der muss das Museum in Tolmezzo besuchen, wo in vielen Jahren leidenschaftlicher und intelligenter Nachforschungen der ...mehr
Best links: Tolmezzo - Arta Terme - Lauco - Ravascletto - Zuglio - Paularo
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