| Gemeinde Palmanova
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5,344 Einw.
Fl. 13,32 qkm - 27 m ü.d.M.
Orstchaften: Ialmicco, Sottoselva
Gemeindeamt: P. Grande, 1 - 33057 Palmanova
Telephon: 0432.922111 Fax: 0432.923346
www.comune.palmanova.ud.it
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Ausschlaggebend für die Gründung
von Palmanova (1593) waren die
schwierigen Beziehungen zwischen der
Republik Venedig und dem
Habsburgerreich, das der Serenissima
bereits früher die Festung Gradisca entrissen
hatte und die Expansionsgelüste in westlicher
Richtung nicht verleugnete; außerdem war die
Friauler Tiefebene militärisch ungeschützt, wie
die verheerenden Türkeneinfälle gezeigt
hatten. Entstanden ist das Projekt,
das für eine Ansiedlung von
zwanzigtausend
Menschen
geplant
war
(tatsächlich
nie mehr als
fünf- bis
sechstausend
Einwohner)
aus der
Zusammenarbeit
von Vincenzo Scamozzi und Giulio
Savorgnan, die mit den damals
besten Lösungen für militärischurbanistische
Anlagen eine ideale
Festungsstadt der Spätrenaissance errichten
wollten. Die Stadt hat die Form eines
neunzackigen Sterns, ein regelmäßiges Netz
aus konzentrischen und radialen Straßen, die
von der zentralen, sechseckigen Piazza
Grande ausgehen (kürzlich renoviert). Ihn
schmücken
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Statuen der Generalstatthalter von
Palmanova, die auf hohen Sockeln an der
Einmündung der sechs Straßen aufgestellt sind.
Die mächtigen Verteidigungsbauten bestehen
aus einem ersten Mauergürtel (Umfang 3 km),
der in Kurtinen und Brustwehren gegliedert ist
und durch einen Graben (37 m breit) geschützt
wird; zur Anpassung an die neuen
Belagerungstechniken, folgte später ein zweiter
Gürtel. Die drei von Scamozzi entworfenen
Zugangstore zur Stadt, ergänzen die
urbanistische Anlage: Porta Aquileia (früher
Porta Marittima), Porta Cividale (hier ist das
Heeresmuseum untergebracht)
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und Porta
Udine (davor die schlanke Konstruktion des
Aquädukts) verbinden die wirkungsvolle
Kontrollfunktion mit einer typisch
venezianischen Eleganz der
Formen: Schilderhäuser,
Laufgräben, Balustraden sind
außen durch Voluten,
Gedenkinschriften,
Bossenwerk,
Halbsäulen, etc.
geschmückt.
Die französische
Besatzung Ende des
18. Jh. hatte ebenfalls
Auswirkungen auf die
städtische Anlage, da
Napoleon, der die Festung
zu seinem Hauptquartier
gewählt hatte, zum Schutz
gegen die erhöhte
Reichweite moderner
Kanonen einen weiteren
Mauergürtel mit so genannten
"Lünetten" (bogenförmige Erdwälle)
errichten ließ. Er stattete sie auch mit neuen,
funktionellen Strukturen aus, wie
Pulverkammern, Kasematten, Abstellräume für
Waffen, Bekleidung, Vorräte und
Truppenunterkünfte, die alle großteils sehr gut
erhalten sind. Um die strategische Kontrolle
auf der Esplanade zu verbessern, wurden in der
Nähe der Stadt drei Dörfer (Ronchis, Palmada,
San Lorenzo) abgerissen. Mit dem Frieden von
Campoformido von 1797 stand die
sternförmige Stadt kurz unter österreichischer
Herrschaft, kam aber 1805 zum Königreich
Italien. Zu diesem Anlass wurde der alte Name
Palma auf Palmanova geändert. Nach dem
napoleonischen Intermezzo gehörte die Stadt
für ein halbes Jahrhundert erneut zu Österreich
und ab 1866 endgültig zu Italien. Teil der
ursprünglichen Stadtplanung durch die
Festungsbauer der Serenissima war auch der
prächtige Dom, der dem Heiligen Erlöser
geweiht ist (1603-1639); seine weiße
Steinfassade mit eleganter Dreiteilung durch
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Halbsäulen, wird von einem majestätischen
Giebel abgeschlossen, dessen zentrales
Rundfenster einen kräftigen Markuslöwen
trägt: mehr eine politisch-militärische
Machtdemonstration der Serenissima als
ein religiöses Symbol. Der weitläufige
Innenraum beeindruckt durch überaus reiche,
liturgische Ausstattung, meist aus
spätbarocker Epoche; unter den zahlreichen
Kunstwerken besonders zu erwähnen:
Tafelbild der Milizen des Padovanino (1641)
und eine kostbare Holzstatue Madonna mit
Kind, die Domenico da Tolmezzo
(Ende 15. Jh.) zugeschrieben wird. Schöne
Gebäude, einige davon auf der
Piazza Grande, stammen aus der Zeit der
größten Blüte der Stadt: Palazzo dei
Provveditori, heute Gemeindeamt
(1598-1610), Palazzo della Tesoreria (1598),
Palazzo del Governatore (1614),
Palazzo del Monte di Pietà (17.-19. Jh.),
Palazzo Trevisan, heute
Geschichtsmuseum der Stadt, Palazzo
della Camera di Palma.
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| UNTERES FRIAUL
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Das untere Friaul
("Bassa") entspricht
der Tiefebene, die sich von
der Linie der Stradalta (südlich
der Napoleon-Straße) bis
zur Adria erstreckt, also
unter dem
Landstreifen der unterirdischen
Quellen, die häufig Flüsse,
kleine Bäche und natürliche
Quellen hervorbringen und
eine charakteristische
Besonderheit der Landschaft...Mehr
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