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Gemeinde Marano Lagunare
Gemeinde Marano Lagunare 2,048 Einw.
Fl. 90,57 qkm - 2 m ü.d.M.
Orstchaften:
Gemeindeamt: P. Olivotto - 33050 Marano Lagunare
Telephon: 0431.67049 Fax: 0431.67930
www.comune.maranolagunare.ud.it
Der Besucher von Marano sieht sich eher in eine venezianische als friulanische Welt versetzt, die an Orte wie Caorle und Chioggia erinnert, denn das Lagunenstädtchen stand von 1420 bis 1797 unter der Herrschaft der Serenissima, die tiefe historischkünstlerische und anthropologische Spuren hinterließ. Auf der zentralen Piazza Vittorio Emanuele II stehen die Loggia des 15. Jh. und Palazzo dei Provveditori aus gleicher Zeit. Symbol der Stadt ist aber der Patriarchenturm (Turm 15. Jh., Glockenstube 20. Jh.) mit einigen prächtig ausgeführten
Fischerboote im Kanalhafen Porträts und Gedenkinschriften für venezianische Statthalter des 17. Jh.; andere sind auf sonstigen Gebäuden eingemauert. Die Pfarrkirche ist dem hl. Martin (im Giebelfeld eine Skulptur des Heiligen mit Bettler) geweiht, obwohl der hl. Vitus der volkstümlichste Heilige ist und zu seinen Ehren (und der Hll. Modesto und Crescenzo) eine jährliche Schiffsprozession stattfindet. In der Kirche (18. Jh.) zu besichtigen verschiedene Werke sakraler Kunst, darunter ein reich gegliederter Hochaltar (18. Jh.) mit dem Bild einer Madonna auf dem Thron mit den Hll. Martin und Vitus
(16. Jh.) und drei Altartafeln, vermutlich von Antonio Martinetti, genannt der Chiozzotto (1719-1790). Eine kleine Marienkirche (1905-1908) enthält die hoch verehrte Holzstatue Madonna della Salute (17. Jh.) und verschiedene ex voto. Wenn diese Hinweise einen kleinen Eindruck
der historisch-künstlerischen Dimension des Städtchens liefern, das eine wichtige Rolle auch zur Römerzeit (Antiquarium beim Gemeindeamt) und im Frühmittelalter spielte, steht derzeit der Aufbau eines naturkundlichen Tourismus im Vordergrund - ohne die Fischerei als wichtigsten Erwerbszweig zu vernachlässigen - bei dem das sensible Ökosystem der gleichnamigen Lagune, auch über Einrichtung von Naturschutzgebieten an der Stella-Mündung (1377 Hektar) und im Valle Canal Novo (121 Hektar) mit Besucherzentren, gewahrt bleibt. Immer sehr reizvoll die charakteristischen Fischerhütten (casoni) aus Schilfrohr, Schlamm und Holz, die der Unterkunft und der Aufbewahrung von Fischereiausrüstung dienen. Patriarchenturm
Lignano Sabbiadoro Das untere Friaul ("Bassa") entspricht der Tiefebene, die sich von der Linie der Stradalta (südlich der Napoleon-Straße) bis zur Adria erstreckt, also unter dem Landstreifen der unterirdischen Quellen, die häufig Flüsse, kleine Bäche und natürliche Quellen hervorbringen und eine charakteristische Besonderheit der Landschaft...Mehr
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