| Gemeinde Grado
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8,691 Einw.
Fl. 115,07 qkm - 2 m ü.d.M.
Orstchaften: Barbana, Boscat, Fossalon, Primero
Gemeindeamt: Piazza B. Marin, 4 - 34073 Grado
Telephon: 0431. 898111 Fax: 0431. 85212
www.comune.grado.go.it
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Der bereits zur Römerzeit
bewohnte Ort, vermutlich eine
Ergänzung der Hafenanlagen
(gradus = Anlegestelle) von
Aquileia, erlangte im 5. Jh. größere
Bedeutung, als er befestigt wurde (Castrum)
und den Bischöfen von Aquileia während der
Germaneneinfälle als Zuflucht diente. Anfang
des 7. Jh. Sitz eines Patriarchats, das 1451 zu
Gunsten von Venedig aufgelassen wurde.
Grado, bereits seit dem ausgehenden 19. Jh.
als Bade- und Kurort bekannt, hat auch
künstlerisch viel zu bieten. Den Bischöfen von
Aquileia des 5. und 6. Jh. verdankt der Ort die
herrlichen, frühchristlichen Monumente, die
wie Juwelen in die malerische Altstadt
eingesetzt sind. Sie bildet ein Trapez wie das
antike Castrum, von dem teilweise die Anlage
der Straßen erhalten ist (Calle Lunga und
Calle Porta Piccola entsprechen den
Hauptachsen der spätrömischen Zitadelle).
Die venezianischen Straßenbezeichnungen
(Campo, Campiello, Calle)
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erinnern an
Festungsteile, die zum Großteil nicht erhalten
sind: Großes Tor, Kleines Tor, Neues Tor,
Palazzo, Turm. Am zentralen Campo dei
Patriarchi steht der im Stil von Ravenna auf
einem bescheidenen Bethaus des 4.-5. Jh.
(Grabmosaik des Petrus und sechseckiges
Taufbecken) erbaute und 579 von Bischof Elia
geweihte, majestätische Dom (Basilika
S. Eufemia). Der dreischiffige Innenraum ist
trotz Verwendung von Elementen anderer
Bauten (römische Säulen und Kapitelle) von
bewundernswerter, architektonischer Reinheit.
Von großer Eleganz die ausgedehnten
Bodenmosaike mit zahlreichen Inschriften.
Unter den Kunstwerken anderer Epochen
besonders hervorzuheben: die vergoldete,
silberne Altartafel hinter dem Hochaltar, eine
herrliche venezianische Arbeit aus 1372; der
schlanke, romanisch-gotische Ambon (12. und
14. Jh.), in dem westliche und östliche
Elemente harmonisch verschmelzen.
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Die
Einfriedung des Presbyteriums wurde mit
Fragmenten frühbyzantinischer Chorschranken
rekonstruiert (beachtlich auf der rechten Seite
'der Jäger'). In der Apsis Fresken (Christus
am Thron zwischen Heiligen und den
Symbolen der Evangelisten) aus dem 14. Jh.
und zwei Tafeln mit Heiligen auf goldenem
Untergrund eines unbekannten, deutschen
Meisters (Anfang 16. Jh.). Auf dem linken
Pfeiler ein Pergola-Giebel mit Kruzifix und
Widmung des Patriarchen Vitalefür den hl.
Hermagoras (Ende 9. Jh.). Auch die
angrenzenden, tiefer liegenden Räume haben
Mosaikböden aus der Zeit von Elia (571-589),
wie sein Monogramm beweist; in der Trichora
eine seltene, koptische Mensa, Skulpturen und
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Mosaikfragmente; im Salutatorium (Südseite)
eine Kopie der Kathedra-Reliquiar des hl.
Markus (Original in Venedig); zu beachten im
Mausoleum mit dem Grabmosaik von Bischof
Elia (Ende 6. Jh.), ein kleines Kapitell mit
seinem Monogramm und ein geschnitztes
Antependium deutscher Schule aus dem 16.
Jh. (Pietà und Figuren der
Passionsgeschichte). Hier wird auch der
Domschatz mit kostbaren frühchristlichen
(zwei silberne Reliquienkapseln),
byzantinischen (silberne Staurothek, ein
Geschenk Kaiser Herakleios' von ca. 630) und
mittelalterlichen (Reliquienschrein der hll.
Hermagoras und Fortunatus, Einbanddeckel
von Evangelistar) Gold- und Silberarbeiten
verwahrt. Der hohe, spätmittelalterliche
Campanile (42,60 m) gipfelt im Erzengel
Michael, Windfahne und Symbol der Stadt.
Hinter dem Dom ein Lapidarium, reich an
Epigraphen und Skulpturen vom 1. Jh. v.Chr.
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Eine der kleinsten Provinzen von Italien,
aber ein wahres Schatzkästchen mit
landschaftlichen Schönheiten und
historisch-künstlerischen
Reichtümern. Außerdem
in der meisten Zeit
des Jahres durch
ein mildes
Klima
begünstigt. Im Norden, die
Hügellandschaft des
Görzer Collio - meist
terrassenförmig angelegt,
durch seine exzellenten
Weine weltweit bekannt -
und über die Täler der...mehr
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