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Gemeinde Gemona del Friuli
Gemeinde Gemona del Friuli 11,040 Einw.
Fl. 52,26 qkm - 272 m ü.d.M.
Orstchaften: Campagnola, Campolessi, Godo, Maniaglia, Ospedaletto, Piovega, Taboga, Stalis
Gemeindeamt: Piazza del Municipio, 1 - 33013 Gemona del Friuli
Telephon: 0432.973211 Fax: 0432.971090
www.gemonaweb.it
Eine der historischen Städte von Friaul an der verkehrsreichen Römerstraße von Aquileia nach Noricum. Der auch von Paolo Diacono erwähnte Ort hatte bereits um das Jahr tausend ein eigenes Statut, mit einem vom Patriarchen von Aquileia eingesetzten Stadthauptmann, der die exekutive Gewalt innehatte, und einem gewählten Rat. Die "Magnifica Communitas Terrae Glemonae" nahm im Friauler Parlament den dritten Rang ein, was ihre Bedeutung beweist. Zur Zeit der größten Blüte wurde der große Dom erbaut (1290- 1337), der im Erdbeben von 1976 schwere Schäden erlitt, aber durch einfühlsame Restaurierung gerettet wurde. Der Bau geht auf den Bildhauer und Baumeister Giovanni zurück, aber zahlreich waren spätere Veränderungen und Erweiterungen: im 19. Jh. erhielt die Fassade durch Dreiteilung mittels Wandpfeiler eine neue "optische Dimension". Er ist bergseitig vor Erdrutschen des Glemine durch eine massive Mauer geschützt, die Ausgangspunkt der früheren Verteidigungsanlage war. Auf sie stützt sich der Campanile (1341-1369), der vom Erdbeben zerstört und "Stein für Stein" wieder aufgebaut wurde. Die Domfassade wird durch drei Rosetten aufgelockert; herrlich vor allem die mittlere des Maestro Buzeta (1334-36), die mit zwei Reihen kleiner, strahlenförmiger Säulen und zwei umlaufenden Reihen verflochtener Bögen verziert ist, umrahmt von einem Ornament mit Weinrankenmotiv. Unter dem Gurtgesims öffnet sich die
Dom von Gemona - Interior originale Galerie der dreilappigen Bögen; sie enthält neun Statuen mit Figuren der Anbetung der Weisen, die Giovanni Griglio zugeschrieben werden, von dem auch die sieben Meter hohe Christophorus-Statue stammt. Zahlreich die Kunstschätze im Innenraum: Taufbecken mit Basreliefs des 9.-10. Jh. unter Verwendung einer römischen Grabtafel des 1.-2. Jh. n.Chr.; Gemälde von Meistern der Friauler Schule des 16. bis 18. Jh.; Orgelflügel mit Vision des Ezechiel, Entführung von Elias und Mariä Himmelfahrt, 1575, von G. B. Grassi; schöne, geschnitzte Altartafel von Andrea Moranzone,
1391, mit dreiunddreißig Episoden aus dem Alten und Neuen Testament in Basrelief. In der Kapelle S. Michele, Fresken von dem aus Gemona gebürtigen Nicolò di Giacomo aus der Mitte des 14. Jh. Der Domschatz ist im ehemaligen Pfarrhaus aufbewahrt: herrliche Goldschmiedearbeiten (darunter das bekannte Ostensorium von Nicolò Lionello, 1434), sieben schön verzierte Handschriften des 14. Jh., Taufregister - die ältesten Europas - in denen ab 1379 alle getauften Bürger von Gemona erfasst sind, Paramente und liturgische Einrichtungen. Von den Gebäuden an der charakteristischen Via Bini vom Dom zum Rathaus, wurden
Fassaden und typische, architektonische Elemente einfühlsam restauriert, sodass die Straße auch heute noch ihr früheres Aussehen zeigt, mit schönen Arkaden und streng aneinander gereihten Gebäuden, schmuckvollen Portalen und interessanten, alten Fresken (zum Beispiel am Haus Antonelli). Das Rathaus wurde 1502 von Bartolomeo de Caprileis (genannt Boton) im typischen Stil venezianischer Provinzarchitektur mit lombardischen Merkmalen erbaut (drei große Bögen mit Loggia im Erdgeschoss, zentrales, dreibogiges Fenster mit kleinem Balkon im Obergeschoss). Die Marienkirche S. Maria delle Grazie wurde zerstört und nicht mehr aufgebaut: die zahlreichen, bedeutenden... Dom von Gemona
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Gemona del Friuli Das so liebliche Friauler Hügelland, das von Gemona und San Daniele fast bis nach Udine reicht, war in den Jahrhunderten aber auch ein von Erdbeben heimgesuchtes Land: vor allem zu erwähnen die schweren Beben von 1348 (wurde auch vom Florentiner Historiker Filippo Villani beschrieben), 1511 (als auch...mehr
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