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Dom von Udine
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Die Kathedrale Mariä Verkündigung ist die größte und bedeutendste Kirche der Stadt. Sie entstand als kleines, dem hl. Oderich geweihtes Gotteshaus, das der Patriarch Berthold von Andechs 1236 erbauen ließ. Das inzwischen bereits erweiterte Gebäude wurde 1335 vom Patriarchen Bertrand de St- Geniès zur Kirche S. Maria Maggiore geweiht. Zahlreich waren die späteren, baulichen Veränderungen: 1383 wurde der Dom verlängert, im 16. Jh. erfolgte der Anbau der Seitenkapellen, im 18. Jh. erhielt er vor allem durch Abondio Stazio und Domenico Rossi ein barockes Gepräge. Anfang des 20. Jh. wurde der Fassade ein mittelalterliches Aussehen zurückgegeben. Dem Dom ist ein Glockenturm angeschlossen, ein gedrungener Bau von Bartolomeo delle Cisterne (1441), der ursprünglich dem 1348 errichteten, achteckigen
Dom von Udine Baptisterium angebaut war. Zwei der Domportale mit schönen Basreliefs stammen aus dem 14. Jh.: das vorderseitige Portal (Erlösung) und das Nordtor (Krönung), zugeschrieben einem deutschen Meister. Der Innenraum erhielt im Umbau des 18. Jh. eine luftige Großartigkeit, die sich im prunkvollen Presbyterium vollendet. Besonders zu erwähnen sind die Barockaltäre der Seitenkapellen nach einem Entwurf von Giorgio Massari, die Altartafeln von Giovanni Martini (hl. Markus, 1501) und Pellegrino da S. Daniele (hl. Josef, 1500), die großen Bilder von Pomponio Amalteo (Vertreibung der Händler
aus dem Tempel und Auferstehung des Lazarus, 1555) und Maffeo Verona (Hochzeit Mariens und Tod des hl. Josef, Anfang 17. Jh.), ehemalige Orgelflügel, und vor allem, in der Kapelle des Allerheiligsten, die meisterhaften Fresken (ca. 1725) von Giambattista Tiepolo, von dem auch das kleine Auferstehungsbild (1738) im eleganten Marmoraltar von Giuseppe Torretti stammt. Von Tiepolo ist auch das Altarbild in der Dreifaltigkeitskapelle. Im Chor, der Hochaltar von Giuseppe Torretti, ebenfalls von ihm die herrlichen, geschnitzten Antependien an den Seiten des Presbyteriums; Deckengewölbe im Chor, geschmückt mit Fresken von Lodovico Dorigny, der auch die beiden großen Bilder auf
den Rückwänden ausführte. Die Brüstung der Orgel des 16. Jh. "in cornu epistolae" wurde von G.A. Pordenone bemalt, jene der "in cornu evangeli" von G.B. Grassi und Francesco Floreani. In der Kapelle S. Nicolò, die mit einem weiteren Raum und dem alten Baptisterium heute das Dommuseum bildet (Tafelbilder des 14. Jh., Schmuckstücke, Sarkophag des Seligen Bertrand und seine Grabausstattung, 14. Jh.), ist mit den Fresken von Vitale da Bologna (Bestattung des hl. Nikolaus und Begebenheiten aus dem Leben des Heiligen, 1349) der bedeutendste Bilderzyklus des 14. Jh. in Friaul erhalten. Sehenswert in den Sakristeien auch die Fresken von Pietro Antonio Novelli, die Szenen aus der Friauler Kirchengeschichte (1790) zeigen und Gemälde von Giacomo Secante (16. Jh.) und anderen Friauler Malern. Sarkophag des Seligen Bertrand
Udine Ob der Ortsname Udine, wie einige Historiker behaupten, tatsächlich aus vorrömischer Zeit stammt und sich von einem Ausdruck für "weibliche Brust", daher im übertragenen Sinn "Hügel" ableitet, ist nicht belegt. Sicher aber ist, dass von diesem Hügel ganz Friaul zu sehen ist, von den Karnischen und Julischen Alpen über die sanften...mehr
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