|
|
|
Mit dem Bau des Doms von
San Marco wurde Mitte des
13. Jh. im romanisch-gotischen Stil
begonnen, den wir heute vor allem
in der Apsis, im Vierungsturm und
im schlanken, 1347 fertig gestellten
Glockenturm bewundern können
(aus dem 17. Jh. der Turmgiebel,
mit dem eine Höhe von über 70 Meter erreicht
wird). Spätere bauliche Maßnahmen an der
Fassade beschränkten sich auf das Portal von
G.A. Pilacorte (1511), wo der leidende
Christus in der Lünette mit Reliefs
(Tierkreiszeichen) auf den Torpfosten, am
Architrav und auf den Sockeln
(Schöpfungsgeschichte) verbunden wird; erst
im 19. Jh. wird ihre Fertigstellung betrieben,
die aber unvollendet blieb, wie die am rosa
Verputz aufgesetzten, klassizistischen Säulen
zeigen. Der Innenraum ist einschiffig; die
Seitenkapellen gehen auf das 16. Jh. zurück,
einige Erweiterungen zur heutigen Anlage
(Aufstockung des Kirchenschiffs) und
Anpassung der Verzierungen an den
Zeitgeschmack (Stuckaturen in der
Allerheiligenkapelle), wurden im
|
 |
18. Jh.
vorgenommen. Die älteste Kunst in San Marco
sind Freskenfragmente auf der rechten Wand
(Heiligenfiguren; 14. Jh.), der wichtigste
künstlerische Ausdruck stammt aber aus der
Renaissance. So die Fresken in der Kapelle
Peter und Paul (Kapelle Ricchieri), rechts
vom Kreuzschiff, datiert ca. 1414-1420,
Symbole der Evangelisten; Heilige und Engel
im Gewölbe; Stadtansichten auf den
Seitenwänden. Wenn in dieser Malerei noch
spätgotische Einflüsse spürbar sind -
vermutlich durch Kontakte des Autors mit
Gentile da Fabriano, während sich dieser in
|
|
Venedig aufhielt - sind die Fresken in der
Kapelle San Nicolò (Kirchenlehrer im
Gewölbe und Szenen aus dem Leben des hl.
Nikolaus, 2. Hälfte 15. Jh.) von einem
perspektivisch-realistischen Charakter, der sein
Vorbild in der Eremitenkirche in Padua findet.
Aus einer nunmehr gereiften Renaissance
entstanden sind das raue aber geschmeidige
Steinrelief des Pilacorte (Verkleidung von
Weihwasserbecken, 1508 und Taufbecken,1506,
die neues Volumen erhalten) und der kraftvolle
Stil nach dem Vorbild Mantegnas von
Gianfrancesco da Tolmezzo, Autor des
Evangelisten am linken Pfeiler und des leider
fragmentarischen Pfingstfestes in der linken
Apsiskapelle (frühes 16. Jh.), dessen
grafische Eleganz im Vergleich zur
Auferstehung in der Sakristei aus der
gleichen Zeit (1503) besonders auffällig
ist. Tragender Kern der Renaissance-
Werke sind jedoch die Gemälde von
Giovanni Antonio de'
Sacchis, genannt der
Pordenone. Vor allem
die Barmherzige
Muttergottes (1515-
1516) am ersten
rechten Altar, in
dem die
weiche
Malerei im
Hintergrund
eine luftige
Landschaft
im Stil
|
|
des
Giorgione
entstehen lässt,
während sich
im Vordergrund
die Volumen in
der kraftvollen
Christophorus-
Figur nach der
Art
Michelangelos
verdichten;
schließlich die
Fresken der Hll.
Rochus und
Erasmus (rund
1520) am rechten Pfeiler, die Flügel des
Taufbeckens mit Episoden aus dem Leben
Johannes d.T. (Originale im Kunstmuseum)
und das unvollendete, aber sehr bewegte
Gemälde Markus weiht Hermagoras zum
Bischof von Aquileia im Beisein des
Erzdiakons Fortunatus und der Hll.
Georg, Hieronymus, Sebastian und
Johannes d.T. (ca. 1533-1535). Der
Einfluss des Pordenone auf die Malerei
des 16. Jh. zeigt sich deutlich in den
Fresken in der Cappella Mantica
des Calderari (1554-1555), in der
am Altar auch eine Flucht nach
Ägypten von P. Amalteo (1565)
erhalten ist. Auf das 16. Jh. gehen
auch die beiden Ölgemälde von
M. Fogolino (vor 1523) und
D. Tintoretto (1594-1595) zurück,
während die Glorreiche Maria
zwischen dem hl. Augustinus
und der hl. Monika von
P. Vecchia mit 1627
datiert ist.
|
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
 |
Die Umgebung von Pordenone besteht
aus der hügeligen Landschaft vor dem
Gebirge, dem Grünland der
unterirdischen Quellen von Polcenigo,
dem ausgedehnten Agrarland der Ebene
und den Tonböden der
Ortschaften im Süden.
Ein Territorium,
das in der
geografischen,
historisch-kulturellen und
wirtschaftlichen
Entwicklung durch seine... mehr
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|