| Gemeinde Cervignano del Friuli
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12,392 Einw.
Fl. 28,47 qkm - 2 m ü.d.M.
Orstchaften: Muscoli, Scodovacca, Strassoldo
Gemeindeamt: P. Indipendenza, 1 - 33052 Cervignano del Friuli
Telephon: 0431.32007 Fax: 0431.35651
www.cervignano.net
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Das bereits zur Eisenzeit frequentierte
Gebiet (urgeschichtliche Verstecke
für metallische Gegenstände), wurde
dank wichtiger Verbindungsstraßen und
vor allem wegen des schiffbaren Ausa
(Alsa in der Antike), der auch heute noch für das
Stadtbild charakteristisch ist, in der Römerzeit
stärker besiedelt. Produktive Strukturen und
Landhäuser entstanden längs der mit Anlegestellen
versehenen Wasserwege, wie jüngste
Ausgrabungen bei der Kirche zum Erzengel
Michael beweisen. Römische Funde sind auch
in den Außenmauern der kleinen Kirche San
Girolamo (20. Jh.) eingemauert. An der Kirche
S. Michele entwickelte sich im Frühmittelalter
(7.-9. Jh.) eine Benediktinerabtei (Mosaikfragment
mit symbolhaften Motiven). Unter der
heutigen Kirche, die mit Fresken des Venezianers
Sebastiano Santi (1846) geschmückt ist, sind in
einer modernen Krypta die archäologischen
Reste zu besichtigen.
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Eine
wichtige Rolle spielte der Ort
im "Krieg von Gradisca"
(1615-1617); er erhielt daher
eine Befestigung, die aber
später wieder zerstört wurde.
Cervignano ist heute ein
blühendes Handelsstädtchen
und wichtiger Verkehrsknoten
für die Wirtschaft im unteren
Friaul. Auf der Piazza Indipendenza
steht das schöne
Rathaus mit hohem Uhrturm
im Stil der Neurenaissance
(1927). Empfehlenswert ein
Besuch der Heiligenkreuzkapelle,
die eine überaus
bedeutsame, kürzlich
restaurierte Holzfigur des
13. Jh. Cristo della Contessa
aufzuweisen hat. Die Kapelle ist der
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herrschaftlichen Villa
Bresciani, Attems, Auersperg
(16.-19. Jh.) angeschlossen, bei
der die Architektur des 18. Jh.
vorherrschend ist (sehr schöne
Freitreppe). Reich an
geschichtlichen Zeugnissen ist
der malerische Ort Strassoldo,
der den Namen einer mächtigen
Familie trägt, die heute noch
dort ihren Wohnsitz hat. Die
Siedlung konnte trotz späterer
Eingriffe vor allem im 18. Jh.
den spätmittelalterlichen
Charakter fast unversehrt
bewahren. Ein Castro de Strassolt,
möglicherweise in Verbindung
mit den verheerenden
Magyareneinfällen entstanden,
ist mit Sicherheit ab 1275
belegt. Die Spaltung der
Familie in zwei Zweige war
Anlass für die Errichtung von
zwei Schlössern: das obere
Castello di Sopra und das
untere Castello di Sotto, die
sich um zwei getrennte Türme am Gewässer
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des Taglio
entwickelt haben. Das obere
Schloss (10.-13. Jh.) enthält
Reste der Stadtmauern des
14. Jh. und einen Turm aus
der Ottonenzeit, zeigt aber
heute das Gesicht einer
herrschaftlichen Residenz des
17.-18. Jh.; ein erhöhter
Durchgang verbindet es mit der
schönen Kirche San Nicolò
(18. Jh.). Stärker gegliedert
ist das untere Schloss
(13.-18. Jh.) mit Hauptturm
(14. Jh.) und Schlosskapelle
San Marco (1575), die einige
in der Fassade eingemauerte
Opferschalen aus dem
Mittelalter aufweist. Herrlich
der historische Park, der sich
mit großer Harmonie in die
zauberhafte Naturlandschaft
einfügt. Interessant im
gleichen Ort die Kirche S.
Maria in Vineis (13., 14. und
18. Jh.), in der Reste eines
bedeutenden Freskenzyklus
mit Episoden aus dem Alten
und Neuen Testament erhalten
sind. Neben einigen ländlichen
Architekturen sind mehrere
herrschaftliche Residenzen,
zumeist des 18. Jh., zu
erwähnen: Villa de Obizzi,
Anzone in Borgo Gortani
und Villa Chiozza in
Scodovacca, mit einem
historischen Park, heute
regionales Zentrum für
landwirtschaftliche Studien.
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Das untere Friaul
("Bassa") entspricht
der Tiefebene, die sich von
der Linie der Stradalta (südlich
der Napoleon-Straße) bis
zur Adria erstreckt, also
unter dem
Landstreifen der unterirdischen
Quellen, die häufig Flüsse,
kleine Bäche und natürliche
Quellen hervorbringen und
eine charakteristische
Besonderheit der Landschaft...Mehr
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