| Gemeinde Aquileia
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3,330 Einw.
Fl. 36,45 qkm - 5 m ü.d.M.
Orstchaften: Belvedere
Gemeindeamt: P. Garibaldi, 7 - 33051 Aquileia
Telephon: 0431.91087 Fax:
www.comune.aquileia.ud.it
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zusammenhängende
Räume geplant war: Zugang der Katechumenen
(Theodoranische Süd-Aula) über die Firmung
(?) (Queraula mit Boden aus Cocciopesto) zur
liturgischen Feier (Theodoranische Nord-Aula).
Die letztere - Krypta degli scavi - zeigt eine
Folge von Tierfiguren in unterschiedlicher
Ausführungsqualität und vielleicht für
verschiedene Liturgien hinsichtlich Chronologie
und Kult (Gnostizismus?), wo Widder
(zur Opferung vorbestimmtes Tier - Christus)
und der Kampf zwischen Hahn und Schildkröte
(Licht und Dunkel, Gut und Böse, Erlösung
und Verdammnis) die einzigen Bilder der
christlichen Tradition zu sein scheinen. Ein
Fragment aus dieser Aula wurde auch im
darüber liegenden, mächtigen Glockenturm
entdeckt. Die Bildersprache im Bereich der
heutigen Basilika ist einheitlich und verrät das
Ziel, die Proselyten davon zu überzeugen, dass
die Auferstehung nach dem Tod und das ewige
Leben nur durch die Bekehrung zum
Christentum über die Erwachsenentaufe (durch
Eintauchen) erreicht werden könne. Verschiedene
evokatorische Bilder sollten Schritt für Schritt zu
dieser Gewissheit führen und das Gefühl
vermitteln, Teil in einem großen, göttlichen Plan
zu sein: der Gute Hirte (Gnade der göttlichen
Verzeihung); der Geflügelte Sieg (Überwindung
des Todes durch die Ankunft Jesu?); Fischfang
(Verbreitung des Christentums zur Rettung der
Menschen-Fische); Geschichte von Jonas
(Weg der Bekehrung und Beginn eines neuen
Lebens der Katechumenen). In den
Dreißigerjahren, begünstigt durch die
Verherrlichung des römischen Mythus in der
faschistischen Ideologie und um dem zu Italien
zurückgekehrten Aquileia neuen Glanz zu
verleihen, wurden die archäologischen
Untersuchungen mit den Ausgrabungsarbeiten
am Forum (2., 3.-5. Jh.) und Flusshafen
(1., 3.-4. Jh.) verstärkt fortgesetzt. Im Forum,
ein ausgedehnter Platz mit Säulengang
(56 x139 m), spielte sich das zivile Leben
der Stadt auch in politischer Hinsicht ab, eine
imponierende Anlage, in der zahlreiche
Elemente an die römische Zentralmacht
erinnern (Adler, Putten, Medusa,
Jupiter-Ammon), aber auch gut
ausgestattet und funktionell.
Hier trafen die maßgeblichen
Persönlichkeiten der Stadt
auch mit Händlern aus dem
ganzen Mittelmeerraum
zusammen, die Ladungen an
Nahrungsmitteln, Gewürzen,
Holz, Edelsteinen, etc. für
die Donauprovinzen
heranschafften, die ihrerseits
über das gut ausgebaute,
römische Straßennetz Metalle,
Tierhäute und Bernstein
lieferten. Die Hafenanlage lag
am Flussdes Natisone-Torre,
der mit seinem 48 Meter
breiten Flussbett die Manövrierfähigkeit der
Boote nach ihrer rund zehn Kilometer
flussaufwärts führenden Fahrt garantierte. Die
Mole aus widerstandsfähigem, istrianischem
Stein, war mit einer doppelten Ladefläche,
Ankerringen, Rampen und praktischen
Zugängen zur Stadt ausgestattet.
Übereinstimmend wird angenommen, dass im
Bereich einer mittelalterlichen Abtei der
Benediktinernonnen, zur Römerzeit ein
orientalisches Viertel bestanden hatte: einige
Namen in den Inschriften im Mosaik
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der
Basilica di Monastero (4.-5., 6. Jh.),
die in einem landwirtschaftlichen Gebäude
des 18. Jh. aufgegangen war und in den
Fünfzigerjahren erforscht und freigelegt
wurde, sind eine Bestätigung. Als
frühchristliches Museum renoviert,
ermöglicht es heute einen ungewöhnlichen,
überaus interessanten Blick von oben auf
die verschiedenen, zeitlichen Phasen des
Fußbodens und der figurativen Mosaike
(Pfau und weidende Lämmer auf Weinreben)
in der Basilica della Beligna. Beachtlich
auch die Steinsammlung mit christlichen
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Grabinschriften, reich an Symbolen und
Ausdruck einer auch heute noch berührenden
Zuneigung. Sie sind nicht monumental wie die
Gräber der römischen Klassik (beispielsweise
das Große Mausoleum, 1. Jh. n. Chr.) oder
in den fünf im Westen der Stadt entdeckten
Gräberfeldern (1.-4- Jh. n.Chr.). Die entlang
der Straßen aufgereihten Nekropolen waren
dort ein integrierender Bestandteil der Stadt
und die Grabstätte daher häufig Ausdruck der
sozial-wirtschaftlichen Selbstdarstellung
ihrer Auftraggeber. Leider sind die Funde zu
römischen Wohnungen nicht so umfangreich,
da sie in den Jahrhunderten systematisch
geplündert wurden und vor allem die Aufbauten
der Häuser verloren gingen; die Freilegung
von Dutzenden von Mosaikböden aus
der republikanischen Ära bis zum
Ende der Kaiserzeit
entschädigt aber zum Teil
für diese Verluste. Die
Ausgrabungen auf den
Gründen CAL und
Cossar zeigen häufig
Überlagerungen von
privaten Häusern mit
Resten von Straßen und
anderen Anlagen, einigen,
vermutlich privaten
Oratorien, deren
Bodenmosaike die
bekannten Motive der
Patriarchenbasilika
wiederholen.
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Das untere Friaul
("Bassa") entspricht
der Tiefebene, die sich von
der Linie der Stradalta (südlich
der Napoleon-Straße) bis
zur Adria erstreckt, also
unter dem
Landstreifen der unterirdischen
Quellen, die häufig Flüsse,
kleine Bäche und natürliche
Quellen hervorbringen und
eine charakteristische
Besonderheit der Landschaft...Mehr
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