| Gemeinde Aquileia
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3,330 Einw.
Fl. 36,45 qkm - 5 m ü.d.M.
Orstchaften: Belvedere
Gemeindeamt: P. Garibaldi, 7 - 33051 Aquileia
Telephon: 0431.91087 Fax:
www.comune.aquileia.ud.it
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Aquileia wurde von den Römern
181 v.Chr. als Kolonie
römischen Rechts gegründet, um ein
Bollwerk zur Verteidigung gegen
Invasionen aus dem Norden und
einen gut ausgestatteten Vorposten für die
Unterwerfung der restlichen Territorien von
Ostitalien zu schaffen. Obwohl die Siedlung
weiterhin ihre Funktion als wirksame Basis für
die Ausdehnung der römischen Herrschaft nach
Osten erfüllte, gewann sie durch den damals
beachtlichen Fluss Natisone-Torre
auch zunehmende Bedeutung als
Flusshafen. Diese Rolle wuchs
parallel mit der fortschreitenden
Expansion des Römischen
Reiches, und Aquileia
wurde zu einem
bevorzugten
Umschlagplatz
für die
Donauprovinzen,
die sich hier
mit Waren
aus dem Osten
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versorgten und über den Handelsplatz
Aquileia ihre eigenen Produkte anbieten
konnten. Die Stadt, ein authentischer
Knotenpunkt für Straßen und Routen, erlebte
ihre größte Blütezeit in den ersten beiden
Jahrhunderten des Römischen Reiches, obwohl
erste Anzeichen schon die ernsthafte Krise des 3.
Jh. ankündigten. So wurde die Stadt 238 n.Chr.
von Kaiser Maximinus Thrax belagert, als Rom
durch innere Machtkämpfe geschwächt war;
auch die Zeit der folgenden Erholung ging nicht
schmerzlos vonstatten. Dennoch erlebte Aquileia
im folgenden Jahrhundert einen Aufschwung, die
Festigung der
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wirtschaftlichen Stellung und den
Aufstieg in das Zentrum der Macht und
römischen und christlichen Kultur: neunt größte
Stadt des Römischen Reiches und eine der
bedeutendsten in Italien; deshalb war auch die
spätere Zerstörung durch Attila und seine
hunnischen Krieger (452 n. Chr.) so bestürzend
und Furcht erregend, denn sie war das Bild vom
Untergang einer Zivilisation. Von dieser Epoche
sind trotz oftmaliger Plünderung von Aquileia
zahlreiche Zeugen in einem großen,
archäologischen Bereich und in den
wunderbaren Sammlungen des Archäologischen
Nationalmuseums erhalten, das zu den
bedeutendsten in Norditalien gehört. Die
zahlreichen, gut präsentierten Fundstücke aus
öffentlichen und privaten Gebäuden und noch
öfter aus Grabstätten, liefern einen Überblick
über Wirtschaft, Handwerk, religiösen Kult,
Alltag, Küche, Zeitgeschmack, Mode und
manchmal, im Falle von Grabausstattungen, über
die Art der Selbstdarstellung durch
Gedenkstätten. Im Museum wird der Besucher
durch eine Reihe von Sälen geführt, die
vorwiegend nach Materialklassen mit
informativer Beschriftung geordnet sind. Außer
durch ein Basrelief mit der bekannten
Gründungsgeschichte (Sulcus primigenius 1. Jh.
n.Chr.), erfolgt eine Einführung in die römische
Geschichte über eine sorgfältige, chronologische
Auswahl von Stein- und Marmorköpfen (1. Jh.
v.Chr. - 4. Jh. n.Chr.). Es folgen öffentliche und
private Skulpturen (1. Jh. v.Chr. - 1. Jh. n.Chr.)
mit einigen Objekten von überaus großem Wert.
Die Funde der Werkzeuge und produktiven
Einrichtungen sind leicht und unmittelbar
verständlich, während die Sarkophage der
attischen Periode
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(2. Jh. n. Chr.)
auch statussymbolhaften
Charakter verraten. Der
reichhaltige Saal zum religiösen
Kult setzt sich ideell im
Obergeschoss fort: Dokumente
jeder Art bestätigen das
Nebeneinander verschiedener
Kulte und einer Art
Mischreligion, die in ihrer
Komplexität oft nur schwer zu
verstehen ist. Neben einem
Schaukasten mit kleineren
Funden in Verbindung mit dem
Christentum, ist hier auch ein
bedeutsamer Bronzeleuchter (4.
Jh. n.Chr.) ausgestellt, der in seiner Symbolik
auf die Heilsgeschichte anspielt. Groß war seit
jeher das Interesse für die Sammlung der
Gemmen (vertieft geschnittene Halbedelsteine)
und Bernsteinobjekte (fossiles Harz): die
Rohstoffe wurden nach Aquileia geliefert und
hier zu den prächtigen Schmuckstücken und
persönlichen Gegenständen verarbeitet, die als
Schmuck, Wertobjekte, Glücksbringer, Amulette...
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Das untere Friaul
("Bassa") entspricht
der Tiefebene, die sich von
der Linie der Stradalta (südlich
der Napoleon-Straße) bis
zur Adria erstreckt, also
unter dem
Landstreifen der unterirdischen
Quellen, die häufig Flüsse,
kleine Bäche und natürliche
Quellen hervorbringen und
eine charakteristische
Besonderheit der Landschaft...Mehr
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